Wie wird eine Mutterwunde überhaupt weitergegeben?
Reinszenierung
Dass Reinszenierung einer der größten Treiber von transgenerationalen Traumata ist sehen wir auch in der Gewaltforschung. Wir wissen ziemlich sicher, dass quasi alle Eltern, die gegenüber ihren Kindern gewalttätig werden, auch selbst Gewalt in ihrer Kindheit erfahren haben.
Unausgesprochenes und Unterdrücktes
Das beste Beispiel hierfür sind Kriegsheimkehrer. Der Opa, der in Kriegsgefangenschaft war, aber niemals auch nur ein Wort darüber gesprochen hat. Jeder weiß, dass es die unausgesprochene Regel gilt, Opa nicht auf den Krieg und seine Erlebnisse anzusprechen. Das nennt man auch “konspiratives Schweigen”.
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Wie verhindere ich die Weitergabe meiner eigenen Mutterwunde?
1. Priorisiere deine eigene Heilung
Wie bereits beim Thema Reinszenierung angesprochen, ist das A und O, dass du deine eigenen Themen angehst, um diese nicht weiterzugeben. Das ist wirklich mit Abstand das kraftvollste Werkzeug, um eine gute Beziehung und sichere Bindung zu deinen Kindern zu haben.
Wenn du noch nicht so genau weißt, was in deiner eigenen Kindheit schiefgelaufen ist, wo heute deine Themen sind und wo du überhaupt anfangen sollst, empfehle ich dir mein Programm „Mutterwunde verstehen„, in dem ich dir deine ganz persönliche Mutterwunde inklusive aller Symptome und Folgen erkläre und wo schon vielen einiges wie Schuppen von den Augen gefallen ist. Das ist im Übrigen auch immer der beste Punkt, um deinen Heilungsweg zu starten oder deine eigene Mutterwunde noch besser zu verstehen.
2. Übernimm Verantwortung für dein Leben und bürde deinen Kindern nicht die Verantwortung für deine Lebensentscheidungen auf
Ja, wir haben es alle verstanden, ein Kind zu haben ist mörder anstrengend und auf vielen Ebenen herausfordernd (wofür du dich übrigens bewusst entschieden hast!), aber es entbindet dich nicht von deiner Eigenverantwortung.
Die typischen Ausreden, die ich regelmäßig höre sind Sachen wie “Ich kann den Kontakt zu meinen toxischen Eltern nicht abbrechen, dann haben meine Kinder ja gar keine Oma und keinen Opa mehr”. Und ich kann das echt nicht mehr hören, denn es ist nichts anderes als eine Ausrede, um nicht die Verantwortung für den wahrscheinlich sehr notwendigen Kontaktabbruch zu deinen Eltern übernehmen zu müssen. Ja, du trägst die Verantwortung für deine Kinder, aber das bedeutet nicht, dass das deine einzige Verantwortung ist.
3. Behandle deine Kinder wie Menschen auf Augenhöhe, nicht wie Untergebene
(Dass es hier nicht darum geht, dein Kind barfuß im Schnee spielen zu lassen, versteht sich von selbst, right?)
4. Hinterfrage deine Erziehungsmethoden und überprüfe, ob sie noch aktuellen wissenschaftlichen Standards entsprechen
“Das haben wir immer schon so gemacht” ist wahrscheinlich das toxischste Beispiel für Reinszenierung. Klar, jeder hat eine Meinung zur richtigen Erziehungsmethode und sich durch diesen Dschungel zu navigieren ist nicht einfach. Trotzdem ist es wahrscheinlich die falsche Entscheidung, einfach alles unhinterfragt von deiner eigenen Erziehung abzuleiten oder auf den Rat deiner Eltern zu hören, die haben schließlich schon mal ein Kind verkackt.
Spätestens wenn du dich regelmäßig dabei erwischst, wie du Dinge zu deinem Kind sagst oder tust, die du nie sagen oder tun wolltest, ist es an der Zeit, deine Erziehungsmethoden zu hinterfragen.
Empfehlenswerte Profile zum Thema moderne Erziehung sind Claudia vom Kinderdolmetscher, Britta von avalino.diversity und Marliesjohanna (du findest alle auf Instagram und auch TikTok).
Hi, ich bin Karina – somatische Therapeutin und die Gründerin von Mutterwunde. Hier schreibe ich über alle Themen, die mich und meine Klient:innen beschäftigen.
Du bist wahrscheinlich hier, weil du selbst eine Mutterwunde oder eine narzisstische Mutter hast, stimmt’s? Wenn du dir Begleitung bei der Aufarbeitung wünschst, bin ich gerne für dich da.
Lass uns gemeinsam herausfinden, wie ich dir gerade am besten helfen kann! ⤵️