Hypervigilanz

erhöhte Wachsamkeit erklärt

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Hyervigilanz Definition: Was ist das überhaupt?

Hypervigilanz (zu Deutsch auch “Übererregung”) ist ein Begriff aus der Psychologie und bedeutet eine erhöhte Wachsamkeit. Sie äußert sich insbesondere in Form von hoher Schreckhaftigkeit, innerer Unruhe und einem ständigen Auf-der-Hut-Sein.

Typischerweise tritt Hypervigilanz in Verbindung mit den folgenden psychischen Erkrankungen auf:

  • Trauma, Entwicklungstrauma, (komplexe) Posttraumatische Belastungsstörung
  • Angststörungen, insbesondere Generalisierte Angststörung
  • Depressionen
  • Zwangsstörung
  • Autismus
  • ADHS
  • Persönlichkeitsstörungen wie Borderline 

Auch ein Auftreten in manischen Episoden, während Psychosen oder bei Schizophrenie ist möglich, aber deutlich seltener. 

Inhalte

Hypervigilanz Ursachen: Entwicklungstrauma

Hypervigilanz ist in so gut wie allen Fällen die Folge von traumatischen Erfahrungen. Gleichzeitig ist sie ein Kernsymptom von Traumafolgestörungen wie einer (k)PTBS. Das Verhältnis zwischen (Entwicklungs-)Trauma und Hypervigilanz lässt sich also ganz gut mit dem Henne-Ei-Problem beschreiben: Was war zuerst da?

In den meisten Fällen lautet die Antwort: Das Trauma. Denn dieses verändert unser Nervensystem dahingehend, dass es überhaupt erst hypervigilant wird.

Insbesondere traumatische Erfahrungen während unserer Kindheit, wo unser Nervensystem und unsere Regulationsfähigkeit noch nicht vollständig ausgebildet sind, sind häufig Ursache für eine spätere Hypervigilanz. Hierbei ist zu beachten, dass traumatische Erfahrungen bei weitem nicht immer das sein müssen, was die Gesellschaft als Trauma versteht, also z.B. Ereignisse wie Krieg, Umweltkatastrophen, Flucht und Ähnliches. Ein sogenanntes Entwicklungstrauma entsteht deutlich schneller und oft schon durch vermeintlich nicht so schwerwiegende Dinge. Es kann z.B. schon dadurch entstehen, dass uns unsere Eltern nicht ausreichend Sicherheit vermitteln und unsere Bedürfnisse nicht angemessen erfüllen.

Bitte sei dir darüber bewusst, dass alleine das schon reicht, um im Erwachsenenalter starke Symptome wie auch eine Hypervigilanz zu zeigen!

Hypervigilanz nach Narzissmus: So entsteht Hypervigilanz bei narzisstischen Eltern

Eine Sonderrolle in Sachen Hypervigilanz kommt den Opfern von narzisstischem Missbrauch, insbesondere den Kindern von narzisstischen Müttern oder Vätern zu. Narzisstische Eltern sind unberechenbar und gefährlich. Ihre Stimmung kann jeden Moment kippen, was extreme Gefahr für die Kinder bedeuten kann. Um sich vor dieser nahezu willkürlichen Gefahr zu schützen, entwickeln die Kinder von narzisstischen Eltern schon früh eine hypervigilantes Verhalten.

Sie stecken all ihre Aufmerksamkeit in ihre Umwelt um bereits kleinste Wesensänderungen bei den Eltern wahrnehmen zu können und entsprechend handeln, also fliehen oder beschwichtigen, zu können. Konkret heißt das, dass diese Kinder dauerhaft überwachen, wie das narzisstische Elternteil atmet, geht, spricht, guckt und vieles mehr. So werden diese Kinder extrem gut darin, das Verhalten des narzisstischen Elternteils vorhersehen zu können, um sich selbst bestmöglich zu schützen.

Der Analyse-Zwang der Kinder beschränkt sich natürlich nicht ausschließlich auf das Elternhaus, sondern dieses Verhalten generalisiert sich und findet in allen Beziehungen und Umgebungen Anwendung.

Leider “verwächst” sich hypervigilantes Verhalten nicht automatisch und wir behalten dieses bei, bis wir die Themen rund um unsere Eltern aktiv auflösen. Wenn auch du deine Themen angehen möchtest, melde dich gerne bei mir und ich unterstütze dich dabei. Hier kannst du dein Erstgespräch mit mir buchen. 

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hypervigilanz symptome

Hypervigilanz Symptome: Daran erkennst du, dass dein Nervensystem auf Alarm steht

  • Schlafstörungen
  • innere Unruhe ohne klaren Auslöser
  • Angst- und Panikzustände
  • Erschöpfungszustände, ausgelöst durch die andauernde Nervensystemübererregung
  • Ständiges Scannen der Umgebung auf Gefahren hin
  • Ständiges Scannen von Menschen (Gestik, Mimik, Körperhaltung), um kleinste Stimmungsveränderungen wahrzunehmen
  • extreme Schreckhaftigkeit
  • extreme Reaktionen auf Erschreckt werden
  • unverhältnismäßig lange Erholungsphasen nach einem Erschreckt Werden
  • Misstrauische oder feindselige Haltung gegenüber anderen Menschen
  • Katastrophisieren: In jeder Situation vom Schlimmsten ausgehen
  • Ständiges Auf-der-Hut-Sein
  • Ständige Angst, von anderen hereingelegt zu werden 
  • Körperliche Symptome wie Herzrasen, Zittern, Durchfall und Magenprobleme
  • schnelle Reizüberflutung in der Öffentlichkeit oder in großen Menschenmengen 
  • uvm.

Hypervigilanz Behandlung: So kannst du deine Hypervigilanz reduzieren

Hypervigilanz Therapie

Wie bereits beschrieben ist der Auslöser von hypervigilantem Verhalten so gut wie immer ein Trauma. Daher lässt sich Hypervigilanz sehr gut und gezielt mit Traumatherapie behandeln. Die Erfolgschancen damit die Hypervigilanz zu reduzieren oder sogar ganz zu heilen sind in der Regel sehr gut.

Hypervigilanz Medikamente

Eine medikamentöse Therapie, die sich rein auf Hypervigilanz fokussiert, gibt es nach heutigem Kenntnisstand nicht. Der nachhaltigere Weg, sie dauerhaft zu reduzieren, ist in jedem Fall die Auflösung zugrundeliegender Thematiken im Rahmen einer Therapie.

Hypervigilanz heilen - ist das möglich?

Hypervigilanz ist wie schon beschrieben in der Regel sehr gut behandelbar. Mit der richtigen Begleitung kehrt mehr und mehr Ruhe ins Nervensystem. Diese Verbesserungen sind dabei in aller Regel dauerhaft und damit verbessert sich auch die Hypervigilanz dauerhaft. Auch eine vollständige Heilung, in dem Sinne, dass die Symptome nicht mehr auftreten, ist möglich.

Über die Autorin

Hi, ich bin Karina – somatische Therapeutin, und die Gründerin von Mutterwunde. Und ich darf dir verraten: Auch ich litt aufgrund meiner narzisstischen Mutter mein ganzes Leben unter meiner Hypervigilanz! Zum Glück gehört das heute der Vergangenheit an. Durch Reparenting heile ich meine klaffende Mutterwunde und damit mein Nervensystem und helfe anderen dabei, das Leben in ständiger „Hab-Acht-Stellung“ hinter sich zu lassen und stattdessen frei und unbeschwert zu sein. Wenn du das auch willst, bin ich gerne für dich da.

Lass uns gemeinsam herausfinden, wie ich dir gerade am besten helfen kann! ⤵️

karina leitner
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