Storytime

Narzisstische Mutter Erfahrungsberichte

Menschen erzählen hier die Geschichten aus dem Alltag mit ihrer toxischen oder narzisstischen Mutter. Erzählst du uns auch deine?
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Emotionaler Missbrauch durch narzisstische oder anderweitig dysfunktionale Mütter ist unsichtbar und zwar nicht nur für Außenstehende sondern oft auch für Betroffene.

Für Außenstehende, weil er extrem subtil und damit für sie nicht erkennbar ist oder bagatellisiert wird.

Für Betroffene, weil er schon immer ihr Alltag war und sie ihn deshalb für „ganz normal“ halten. Es ist schließlich kein klar abgegrenztes Event, das man einordnen kann, sondern die gesamte Kindheit, oft auch große Teile des Erwachsenenlebens. Gestützt davon, dass auch das Umfeld als teil des dysfunktionalen Familiensystems die Aufrechterhaltung dieses falschen Bildes gewährleistet.

Let’s be real, wir werden nie verhindern können, dass narzisstischer Missbrauch passiert ist und auch in Zukunft passieren wird.

Aber wir können ihn sichtbar machen. Indem wir unsere Geschichten erzählen und unsere Erfahrungsberichte teilen, in denen sich andere Betroffene erkennen und den Ausstieg schaffen können.

Je mehr wir sind, desto lauter werden wir. Und je lauter wir sind, desto mehr können wir bewegen, auch in der Gesellschaft.

Was du erlebt hast, war „schlimm“. Und du bist nicht alleine. Wir sind viele und hier sammeln wir unsere Erfahrungsberichte.

Ich nutze meine Plattform um Reichweite, sie zu verbreiten und damit hoffentlich ein Umdenken zu erreichen.

Aber dafür brauche ich deine Hilfe. Ich brauche deine Geschichte! Erzählst du sie mir? 

Deinen Erfahrungsbericht einreichen

Du kannst so viele Erfahrungsberichte mit deiner narzisstischen Mutter einreichen, wie du magst.

§ 1: Konkrete Situationen

Achte darauf, dass du in deiner Story von konkreten Situationen berichtest, nicht von allgemeinem Erleben. Schreib deine Story so, dass andere die Möglichkeit haben, sich in deiner Geschichte wiederzukennen. Ein „alles an meiner Kindheit war scheiße“ fühlen wir alle, hilft aber gleichermaßen leider niemandem. Eine über mehrere Jahre andauernde Geschichte ist keine Situation und nicht konkret genug.
 

§ 2: Kein Selbstmitleid

Du darfst gerne darüber erzählen, was die jeweilige Situation mit dir gemacht hat, aber bitte verzichte dabei darauf, in Jammern und Klagen zu verfallen. Meine Community ist empowernd und packt an, für Selbstmitleid und Opfermentalität gibt es hier keinen Raum.
 

§ 3: Längenbegrenzung: 220 Wörter

Damit deine Story die Reichweite bekommt, die sie verdient, darf sie eine Länge von 220 Wörtern nicht überschreiten. Die Wortzahl kannst du in jedem gängigen Textverarbeitungsprogramm oder auf Zeichenzähler.de einfach überprüfen.
 

§ 4: Verbreitung deiner Story

Das Format „Storytime“ dient dazu, die Gesellschaft mehr für mütterlichen Missbrauch zu sensibilisieren und Betroffenen eine Bühne zu geben. Ich werde deine Story also auf dieser Seite veröffentlichen und ggf. auf meinen weiteren Kanälen verbreiten. Mit der Einreichung gibst du mir dein Einverständnis dafür.

Verstößt du gegen die Regeln, kann deine Story leider nicht veröffentlicht werden und das wär echt schade. Die Welt braucht unsere Geschichten!

Storytimes

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bisher eingereichte Erfahrungsberichte

Meine Mutter hat immer behauptet, ich sei ohne Gefühle geboren. Ich wäre arrogant und asozial. Um aus dieser Diskussion herauszukommen, habe ich sie mal gefragt: „Mal angenommen, dass war so – ich bin jetzt kein Kind mehr, die Situationen von denen du redest, sind 20 Jahre her. Besteht für dich die Möglichkeit(!!), dass ich jetzt, als erwachsene Frau, vielleicht ein guter Mensch sein könnte?“ Ihre Antwort war eiskalt: „Auf keinen Fall. Ich weiß, wie du bist.“

– Lotte, zum Zeitpunkt der Story Ende 30

Meine Mutter rief mich bei der Arbeit an und sagte: „Deiner Großmutter geht es nicht gut.“ Ich bat um mehr Klarheit: Ist sie krank, liegt sie im Sterben, soll ich kommen? Ich wohnte drei Stunden von ihnen entfernt und es war mein erster Job, ich konnte nicht unbegrenzt frei nehmen. Innerhalb von Sekunden eskalierte die Situation. Zuerst hieß es, ich würde nicht kommen *wollen*, gleich danach *durfte* ich überhaupt nicht mehr kommen. Meine Großmutter ist gestorben, ohne dass ich noch bei ihr war. Was mich wirklich verblüffte, war, dass meine Mutter mir danach mehrmals erzählte, wie meine Großmutter auf dem Sterbebett immer wieder nach mir gefragt hat.

– Lotte, zum Zeitpunkt der Story 25

Ich habe nach langer Suchtphase endlich in eine Therapie geschafft. Natürlich in einem anderen Bundesland, damit ich ja Abstand von allen Leuten habe, die mich da rein gezogen haben.
Laut IHR habe ich alle sitzen gelassen, bin die schlechteste Freundin die man haben kann und sie hat selbst lieber erzählt, ich sei tot, anstatt zu sagen ich sei in einer Therapie. Denn dahin gehen nur Bekloppte. Und jetzt beschäme ich sie sie auch noch damit.

– Jenni, zum Zeitpunkt der Story 21

Ich war nie ein Kind von Traurigkeit. Ich habe vieles probiert, gemacht und mir geleistet. Was ich aber nie verstanden habe: dass sie sich zwei meiner Ex Freunde einfach geschnappt hat, um mit ihnen Sex zu haben. Und das habe ich leider mit eigenen Augen sehen müssen. Sie hat nie verkraftet was ich habe, oder mir genommen habe. Und sie konnte es nie verkraften, dass ich glücklich bin.

– Jenni, zum Zeitpunkt der Story 16 und 17

Es war der Abend vor der Umschulung auf die weiterführende Schule und meine Mutter und ich saßen vor meinem Kleiderschrank, um ein schönes Outfit für meinen ersten Tag auf der neuen Schule auszusuchen.
Mir gefielen viele Outfits, sie hatte an jedem etwas auszusetzen (Farbe steht mir nicht, darin sähe ich dürr aus, das kaschiert meine Schlacksigkeit nicht gut genug, etc.)
Das Ende vom Lied: ich saß weinend vor meinem Schrank, fand mich unheimlich hässlich. Aber, meine Mutter setzte noch einen drauf: „Sabrina, du musst langsam mal mehr essen. Wenn Du das nicht machst, wachsen Dir niemals Brüste und niemand möchte Dich je heiraten“
Bin bis heute nicht verheiratet, habe ein schlechtes Selbstbild und hasse Klamottenshoppen. Danke Mama 😉

– Sabrina, zum Zeitpunkt der Story 10
Schon immer habe ich mit dem absolut übergriffigen und egoistischen Verhalten meiner Mutter zu kämpfen. Mit 20 bekam ich mein erstes Kind. Geplant und gewünscht. Meine Mutter hatte vor mir und nach mir eine Fehlgeburt. Sie hatte schon vor meiner Schwangerschaft Babykleidung gekauft. Als ich noch relativ am Anfang der Schwangerschaft war, hatte sie schon ein komplettes Babyzimmer besorgt. Als ich sagte, dass ich mich damit nicht wohl fühle und ich selber für mein Kind einkaufen möchte, bekam sie einen Zusammenbruch: sie hätte sich ja immer ein zweites Kind gewünscht und wie ich ihr jetzt die Freude daran nehmen könnte. Ich war einfach nur überfordert. Als es auf die Geburt zuging sagte ich allen, dass wir uns melden, wenn das Kind da ist. Das ich niemanden im Kreißsaal haben möchte außer meinen Mann und meine Freundin, die mich begleitet haben. Nun platzte mir unglücklicherweise meine Fruchtblase während ich bei meinen Eltern war. Sie wussten also das es losging. Die Geburt selber war wirklich schön, aber einfach auch sehr anstrengend. Aber kaum war es geschafft stürmte meine Mutter in den Kreißsaal. Ich war zu schwach und zu überwältigt und irgendetwas sagen zu können. Die Hebamme ear natürlich davon ausgegangen, dass das in Ordnung wäre. Eine ältere, liebevolle, aber auch resolute Frau. Die sich auch nichts schlimmes dabei dachte, als sie meiner Mutter das Kind in den Arm drückte nach der ersten Untersuchung und nicht mir oder meinem Mann. Der auch überwältigt war und immer noch meine Hand hielt. Ich war nicht in der Lage deutlich meine Grenzen zu setzen und schaffte es nicht sie rauszuschicken. Ich bin heute noch todtraurig über diesen Moment mit meinem Baby und meinem Mann, um unser „Familie“ werden, den ich nie wiederbekommen werde.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 20
Meine Mutter kam aus dem Nichts in mein Zimmer und hat mich gefragt, ob es sein kann, dass ich in letzter Zeit etwas weniger esse. Zuerst dachte ich, dass sie sich Sorgen um mich macht. Doch als sie fortfuhr, fing sie an, meine Figur niederzumachen und meinte, das sehe echt nicht mehr schön aus, so dürr wie ich sei, und ich solle doch einfach mal mehr essen. Noch am selben Abend traf ich meinen Freund, dem ich das total aufgelöst erzählte. Später kam er noch mit zu mir nach Hause und meine Mutter fragte ihn mit erniedeigendem Blick und Unterton: „Findest du nicht auch, dass deine Freundin immer dünner wird?“. Er wies sie darauf hin, dass solche Aussagen verletzend sind, jedoch möchte sie bis heute nicht einsehen, dass das nicht in Ordnung war.
– Lisa, zum Zeitpunkt der Story 20
Meine Mutter kam aus dem Nichts in mein Zimmer und hat mich gefragt, ob es sein kann, dass ich in letzter Zeit etwas weniger esse. Zuerst dachte ich, dass sie sich Sorgen um mich macht. Doch als sie fortfuhr, fing sie an, meine Figur niederzumachen und meinte, das sehe echt nicht mehr schön aus, so dürr wie ich sei, und ich solle doch einfach mal mehr essen. Noch am selben Abend traf ich meinen Freund, dem ich das total aufgelöst erzählte. Später kam er noch mit zu mir nach Hause und meine Mutter fragte ihn mit erniedeigendem Blick und Unterton: „Findest du nicht auch, dass deine Freundin immer dünner wird?“. Er wies sie darauf hin, dass solche Aussagen verletzend sind, jedoch möchte sie bis heute nicht einsehen, dass das nicht in Ordnung war.
– Lisa, zum Zeitpunkt der Story 20
Als ich gerade meinen Führerschein hatte, hatte ich einen schweren Autounfall mit unter anderem multiplen Brüchen im Gesicht. Während meines Krankenhausaufenthaltes hat meine Mutter ohne meines Wissens auf ihrer Facebook-Seite das Bild meines zerstörten Autos gepostet. Als das rauskam bat ich sie es sofort zu löschen, was sie nicht wollte. Auch Monate später, als mein Gesicht bereits verheilt war sprach sie fremde Menschen (zb Verkäufer*innen) beim gemeinsamen shoppen an mit den Worten „den schrecklichen Unfall meiner Tochter sieht man ihr gar nicht an, oder?“ Um Aufmerksamkeit für sie zu generieren. Mir war das mehr als unangenehm. Zu guter Letzt gab’s dann aber noch Lob von ihr, weil ich wegen der Gesichtsbrüche „endlich“ abgenommen habe.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 18
Ich habe seit 1 Jahr und 5 Monaten meinen ersten Freund. Ich bin total glücklich mit ihm, aber meine Mutter hat ihn leider nie akzeptiert. Anfangs ging es ihr nur darum, dass er, wenn er uns am Wochenende besuchte Geld bezahlt ( für Essen und Duschen…ezt. Dann hat er dies getan und es war ihr auch dann nie gut genug. Sie hat komplett schlechte Stimmung zwischen ihr und seiner Mutter verbreitet, um sie dann im Endeffekt vor mir auch immer negativ darzustellen, obwohl sie nie etwas falsch gemacht hat. Sie fing dann nach einer gewissen Zeit an meinen Freund und ich auszunutzen, um unser komplettes Haus auf Vordermann zu bringen und warf uns teilweise Müll vor die Füße…wir haben für die Dinge die wir im Haushalt getan haben noch nie ein einfaches “ Danke ” von ihr gehört. Außerdem erlebten/erleben wir täglich psychische Gewalt von ihr. Ich bin so froh, dass mein Freund an meiner Seite bleibt, obwohl sie alles tut, um ihn von mir wegzustoßen. Es macht mich unfassbar traurig, dass sie meine erste ” große Liebe “ so zerstören muss.
– Zoe, zum Zeitpunkt der Story 16
Meine Schwester ist 2,5 Jahre älter als ich, und wir hatten in den ersten beiden Klasse jeweils die gleiche Klassenlehrerin. Unter anderem hat sie identische Diktate verlesen. Meine Schwester hatte unzählige Fehler in ihrem Diktat, und ich 2 Jahre später nur 2. Das hat mich natürlich stolz gemacht. Meine Mutter hat jedoch Freunden und Bekannten gegenüber bei jeder Gelegenheit diese Hefte hervorgeholt und lachend meine Schwester vorgeführt. Ich hätte im Boden versinken wollen vor Scham.
– Stefanie, zum Zeitpunkt der Story 8
Ich habe meine Mutter mit meinem Freund besucht. Am Sonntag kurz vor dem wir uns verabschiedet habe, habe sich als Kommentar zu meine Schwester und Mutter was aus meiner Sicht völlig harmloses und witziges gesagt, meine Mutter war sofort beleidigt und hat mit mir danach ohne jegliche Erklärung 1 Jahr nicht gesprochen. Zudem hat sie über mich wirrte Geschichten erzählt und die in der Stadt verstreut.
– Tereza, zum Zeitpunkt der Story 24
Ich habe meinen ersten Sohn entbunden. Meine Mutter rief mich an und sagte “ jetzt wird es hard, Neugeborene sind schwierig“. Ich war sprachlos und habe nur geweint.
– Tereza, zum Zeitpunkt der Story 30 
Als ich mit meiner Tochter hochschwanger war, organisierte meine beste Freundin eine Babyparty für mich. Ich bat meinen Mann darum, mit meiner Mutter zu sprechen, dass sie sich an diesem Tag doch bitte einmal zurücknehmen solle und den Tag als Gast doch bitte genießen solle, ohne Eskapaden. Meine Mutter nahm an der Babyparty nicht teil, da sie wie so oft mit ihrer eigenen Mutter in Streitigkeiten verfallen war und es nicht schaffen würde, sich an diesem Tag „angemessen“ vor meinen Freundinnen zu verhalten. Davon war ich erstmal positiv überrascht. Trotzdem kam sie Tage später immer wieder zu mir, um bei mir, die sich wohlgemerkt im 10. Schwangerschaftsmonat befand, über meinen Vater, Gott und die Welt auszulassen. Sie stand sogar bei uns im Flur und sagte zu meinem Mann, dass sie doch einen viel besseren Mann verdient habe, nämlich einen wie ihn. Als ich ihr endlich gesagt habe, dass ich dringend Ruhe für mich und mein ungeborenes Kind bräuchte, meinte sie lediglich, dass sie ja sonst keinen habe und ich deswegen dazu verpflichtet wäre, ihr zuzuhören. Sie ist an diesem Nachmittag aus unserem Garten gerannt und hat meinen Mann und mich dermaßen beschimpft, dass ich mich unfassbar geschämt habe. Selbstverständlich ging der Terror auch nach der Geburt mit unzähligen Anekdoten weiter.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 28
Wärend ich herausgefunden habe das ich schwanger bin, hat sie mir gesagt dass ich das Kind kriegen muss, weil ich sonst nicht mehr auftauchen sollte als ich mein Kind auf die Welt brachte. hat sie versucht mein Kind zu beckommen weil sie sagte das ich psychisch krank wäre. Als ich gesagt habe das sie uns nie wieder sehen wird, ist sie gegen mich vorgegangen mit Anwälte um Umgangs Recht zu beckommen
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 15
Meine Mutter erwartete in der Schule Bestleistungen. Einmal, es war noch in der Grundschule, haben wir einen Test zurückbekommen. Ich hatte eine 2. Mit dieser Note habe ich mich nicht nach Hause getraut bzw. ich habe mir, aus Angst vor ihrer Reaktion, nicht getraut, meiner Mutter davon zu sagen. Ich habe ihr eine Karte geschrieben, wie furchtbar dumm ich sei und dass ich es beim nächsten Mal besser machen würde.
– Stephanie, zum Zeitpunkt der Story 9

Meine Großeltern wohnten mit dem Auto ca 4r Minuten von unserem Wohnort entfernt. Nach einem Besuch dort stellte meine Mutter fest, dass sie ihren Geldbeutel dort vergessen hatte.
Also beschlossen meine Eltern, abends nochmal hinzufahren, um diesen zu holen. Warum das beide machen mussten, ist mir nicht bekannt.
Sie haben also mich und meinen jüngeren Bruder alleine gelassen, um dort hin zu fahren, was eine Abwesenheit von ca 1,5 bis 2 Stunden bedeutete. Ich bekam die Anweisung, dass ich, wenn ich Angst bekommen sollte, oder wenn irgendwas wäre, zu den Nachbarn gehen sollte.
Als meine Eltern weg waren, konnte ich nicht schlafen und ich hatte Angst. Also bin ich, so wie mir gesagt wurde, zu den Nachbarn gegangen.
Zwei Nachbarinnen sind mit mir mitgegangen und haben gesagt, dass sie sich in die Wohnung setzen würden, bis meine Eltern zurück kommen. Beruhigt bin ich wieder ins Bett gegangen und bin eingeschlafen.
Am nächsten Morgen wurde ich von meiner Mutter fürchterlich geschimpft, was mir einfallen würde, zu den Nachbarn zu gehen. Die beiden hätten sich unterhalten und dadurch konnte mein Bruder nicht schlafen.

– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 9
Meine Eltern haben sich oft gestritten. Mein Vater war kaum zu Hause, hat viel gearbeitet oder seine freie Zeit in unserem Garten verbracht, der 3km entfernt war. Einmal am Wochenende bin ich aufgewacht, weil sich meine Eltern wieder furchtbar gestritten haben. Ich blieb im Bett weinte und wartete. Dann hörte ich, wie mein Vater in den Flur ging und sagte: „Ich gehe in den Garten und hänge mich auf!“ Dann viel die Haustür ins Schloss. Sofort rannte ich aus meinem Zimmer und wollte weinend und panisch meinem Vater hinterher. Da fing mich meine Mutter ab und behauptete, ich hätte das Ganze nur geträumt. Ich hätte zu viel Phantasie. Leider hat mein Vater so etwas öfter gesagt.
– Stephanie, zum Zeitpunkt der Story 7
Wir waren im Sommerurlaub auf einem Campingplatz an der Ostsee. Meine Eltern waren FKK-Fans und gingen am Strand natürlich in den entsprechenden Bereich. Ich wurde gezwungen, mich ebenfalls nackt am Strand und im Wasser aufzuhalten, obwohl es mir mit 11/12 Jahren extrem peinlich war. Aus Langeweile grub ich mir am Strand eine Sandburg und ein tiefes, geräumiges Loch, in welches Wasser floss. Ich stellte mir vor, das wäre „mein Pool“, spielte darin und zeigte ihn meinen Eltern. Meine Mutter hockte sich wenig später über den „Pool“ und pinkelte hinein. Da es so gut wie nie vorkam, erinnere ich mich daran, dass mein Vater mal Kritik an ihr übte. Er sagte zu ihr, dass diese Aktion ziemlich gemein sei. Daraufhin wurde er von meiner Mutter sofort heruntergeputzt und sie meinte, ich könne doch trotzdem darin spielen. Mein Vater war sofort still.
– Stephanie, zum Zeitpunkt der Story 11-12
Meine Mutter bekam ein Kind von einem verheirateten Mann. Sie wollte eine Beziehung, er nicht. Sie war oft überfordert und traurig. Ich habe versucht zu trösten, musste aber irgendwann ins Bett, weil ich am nächsten Tag zur Schule musste und das Baby musste ich nachts auch versorgen. Als sie da heulend am Sofa saß und ich „Gute Nacht“ wünschte, schrie sie mich an und meinte „Ja, lass du mich auch noch alleine“
– Conny, zum Zeitpunkt der Story 11
Meine Mutter stand im Bad und schrie mich an, ich (4 Jahre alt) solle mir eine neue Mutter suchen. Ich ging runter auf die Straße, die schon stockfinster gewesen ist und schaute nach einer ,,neuen‘‘ Mutter. Nur war dort niemand. Heulend ging ich die Stockwerke wieder hoch und meine Mutter öffnete mir die Tür und sagte:Na, haste keine neue Mutter gefunden‘‘.
– Hannah, zum Zeitpunkt der Story 4
Meine Mutter war immer der Meinung, ich sei zu blass, ein Stubenhocker, das sehe ja nicht gut aus. deshalb musste ich mich jeden Mittag mit ihr in die Sonne setzen – ohne Sonnenschutz. Danke für den lebenslangen Schaden!
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 16
Ich musste in meiner Kindheit jeden Sonntag zum Gottesdienst, zusätzlich auch jahrelang 1x wöchentlich in den Schülergottesdienst, morgens vor der Schule. Mit ca. 22 Jahren bin ich heimlich aus der Kirche ausgetreten ohne dies meinen Eltern mitzuteilen, denn meine Mutter wäre komplett ausgerastet wenn sie es mitbekommen hätte. Als ich meinen Sohn bekam mit 35 fragte sie wann die Taufe sei. Ich sagte ihr, dass wir uns entschieden haben den kleinen noch nicht zu taufen, ggf. zu einem späteren Zeitpunkt. Daraufhin rastete sie aus und drohte mir, dass sie kein einziges mal auf den Kleinen aufpassen werde, wenn wir ihn nicht taufen würden. 1/2 Jahr später haben wir uns zur Taufe entschieden. Ca. 4 Jahre später habe ich meinen Sohn aus Überzeugung wieder aus der Kirche herausgenommen ohne es ihr mitzuteilen.
– Bernadette, zum Zeitpunkt der Story 35
Als ich 14 war, fing ich an in Therapie zu gehen. Meine Mama war dagegen, aber ich konnte mich zum ersten mal durchsetzen. Als wir dann eine Sitzung gemeinsam mit Mama hatten, fragte meine Therapeutin, wie es ihr geht, wenn sie hört das ich mich umbringen möchte. Meine Mama sagte:“ Wenn ich dass tun möchte, dann soll ich es halt machen. Sie kann mich sowieso nicht abhalten und es wäre ihr egal…“ Vor einem Jahr hatten wir dann nochmal eine Situation, in der ich zu Mama sagte, dass ich starke Suizid Gedanken habe und unbedingt in die Klink muss. Sie schickte mich einfach alleine in mein Zimmer. Diese Situation hätte ich fast nicht überlebt und es schmerzt bis heute, zu wissen dass es ihr egal wäre, wenn ich nicht mehr da wäre…
– Andrea, zum Zeitpunkt der Story 14
Ich habe gerade im dritten Jahr in Folge die Klasse aufgrund von Kurswahlen gewechselt, meine Noten wurden immer schlechter und ich fühlte mich unwohl in der Schule. Meine beste Freundin aus Grundschulzeiten hat mich verstoßen und eine andere Freundin zur besten Freundin gekürt. Mir ging es miserabel. Ich saß abends mit meiner Mutter auf der Couch und weinte mich an ihrer Schulter aus. Sie stieß mich weg, sagte „reiß dich endlich mal zusammen“, griff zum mittlerweile dritten Weinglas und starrte auf den Fernseher.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 14
Meine Mutter hat sich in meiner Kindheit einen Wirbel gebrochen und war deshalb jahrelang arbeitslos. Offenbar ist ihr aufgefallen, dass ihr diese Zeit bei ihrer Pension fehlen wird, sodass sie versucht hat, sich Betreuungszeiten für ihr behindertes Kind, also mich, anrechnen zu lassen. Ich war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt, verheiratet und habe ein Pharmaziestudium abgeschlossen, sprich ich bin mir keiner Behinderung bewusst. Und erfahren hab ich davon auch nur, weil ich eine Vorladung zur Beurteilung meines Behinderungsgrades bekommen habe. Ich habe seither kein Wort mit ihr gesprochen und bereue es keinen Tag.
– Lisa, zum Zeitpunkt der Story 26

Ich habe früh eine Legasthenie Diagnose bekommen. Meine Mutter wollte diese dann aus mir ‘raus pauken‘, da ihre Kinder ja zu intelligent für so etwas seien. Das hieß täglich mehrstündige Schreibarbeiten und Diktate. Und sollte ich mich erdreisten durch Erschöpfung noch mehr Fehler zu machen ging dann das Geschrei los. Ich würde nur ihre Zeit verschwenden und es mit Absicht machen.
Als dann in der weiterführenden Schule noch mehr Sprachen hinzu kamen wurde es nur noch schlimmer. Zu dem Punkt wo sie mich bis spät in die Nacht mit Vokabeln drillte und dann sauer wurde wenn’s nicht mehr klappte.
Eines Tages schrieb ich ihr einen Brief, dass es mir leid tue , ich es nicht mit Absicht mache , ich sie ja nicht verletzen wolle und sie mir Angst mache obwohl ich sie doch so soll lieb habe. Ich gab ihr diesen Brief und sie gab ihn mir nach der Schule zurück….mit vielen Roten Markierungen und Korrekturen. Neben dem „Mamma, ich hab Angst vor dir“, schrieb sie „schön, dass du mich respektierst“. Sie war so sauer an diesem Tag, dass sie mein Zimmer verwüstete und mich es aufräumen ließ. Sie leugnet es bis heute, aber ich habe den Brief noch und jedes mal wenn ich daran zweifel ob es wirklich so schlimm war schau ich ihn mir an .

– Lithy, zum Zeitpunkt der Story 13
Ich war auch immer das Buhkind der Familie. Ich durfte keine Ansprüche stellen und nicht zur Last fallen. Besonders ist mir in Erinnerung geblieben, da war ich 16 Jahre alt, und sollte von der Realschule auf ein Gymnasium wechseln. Der Vater einer guten Freundin war Mathelehrer und bot mir an, dass wenn ich Fragen habe, ich ihn fragen könnte und er würde mir es in Ruhe erklären, da ich eh sehr häufig da war. Ich erwähnte das mal beiläufig und meine Mutter bekam das mit. Ihre einzige Reaktion war, dass ich mal nicht glauben sollte, dass sie mir jetzt auch noch Nachhilfe bezahlt (es wäre eh unentgeltlich gewesen). Ich habe nie eine Stunde Nachhilfe in meinem Leben bekommen (obwohl ich es mit 12/13 sicherlich nötig gehabt hätte. – aber da war ich meiner Mutter einfach zu faul). Auch hatte ich keine teuren Hobbies o.ä. Geld spielte auch keine Rolle. Mein Bruder hingegen, bekam jahrelang professionelle Nachhilfe und in sein Hobby wurde jahrelang sehr viel Geld investiert. Könnte hier noch ewig weiter machen…
– Kris, zum Zeitpunkt der Story 16
Während des Studiums hatte ich meinen ersten Freund (der jetzt mein Mann und Vater meiner Kinder ist). Meine Mutter war wegen irgendetwas sauer auf mich und drohte per E-Mail „oder soll ich deinem Freund mal erzählen, dass du psychisch krank bist“. Am selben Tag noch erzählte ich somit meinem Freund von meiner Essstörungs-Historie, um ihr zuvor zu kommen.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 22
Als ich etwa 11 Jahre alt war, hatten meine Mutter und ich eine Auseinandersetzung. Ich weiß gar nicht mehr worum es ging. Als ich ins Bad gehen wollte, trat sie mir von hinten in den Rücken, sodass ich nach vorne fiel und mir das Knie am Türrahmen stieß. Ich hatte unendliche Schmerzen. Auch nach 3 Wochen konnte ich noch nicht richtig gehen, oder das Knie bewegen. Zum Arzt durfte ich nicht gehen. Auch heute spüre ich noch eine Kerbe in meiner Kniescheibe. Ich bin 37 Jahre alt.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 11
Nach der Geburt meiner Tochter wurden mein Mann, das Baby und ich von meiner Schwiegermutter aus dem Krankenhaus abgeholt. Meine Mutter hat keinen Führerschein und konnte uns daher nicht abholen. Sie kam etwa 30 Minuten nach uns, bei uns zuhause an und ich merkte sofort, dass ihr Stimmung mal wieder „blendend“ war. Als sie rein kam, knallte sie die Wohnungstür zu, sagte nicht hallo und setzte sich schweigend mit in den Raum. Auf die Frage, ob sie das Baby auch mal halten wolle keifte sie in wütendem Ton, dass meine Schwiegermutter es ja „die ganze Zeit“ besetzen würde. Sie war zu den Zeitpunkt gerade einmal eine Minute da und hat mir diesen besonderen Tag komplett ruiniert. Ich wäre wenige Tage zuvor fast verblutet, war extrem geschwächt, aber es ging wieder einmal nur um sie und darum, dass sie das Baby nicht zuerst halten konnte.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 33
Es sollte an dem Tag eine Schlafcouch für mein Zimmer geliefert werden. Mein Freund und ich saßen in meinem Zimmer und warteten, meine Mutter saß in der Küche und las Zeitung. Alles komplett ruhig. Irgendwann wollten mein Freund und ich fernsehen und schlossen meine Zimmertür. Nach wenigen Minuten hörte ich von unten einen aggressiven Monolog meiner Mutter und irgendwann dann auch das Garagentor. Ich lief nach unten und öffnete noch schnell die Haustür, wo ich meine Mutter im Auto sitzen sah. Als ich gewunken habe und hinterherrief, wo sie denn auf einmal hin will, zeigte sie mir nur aggressiv den Mittelfinger und fuhr weg. Die Situation war (mal wieder)nicht zu erklären. Später bekam ich zu hören, was wir für Schweine seien, einfach die Türe zu schließen, sodass sie ausgeschlossen ist und „alles alleine machen muss“. Außerdem würden wir uns es ja schön „gemütlich“ machen. Vom Unterton bedeutete das bei meiner Mutter, dass wir doch bestimmt irgendwelchen Intimitäten frönen würden. Was zwar in der Situation Unsinn war, meine Mutter aber nur bei ihren queren Gedanken daran vor Wut überkochte.
– Merle, zum Zeitpunkt der Story 17-18
Als ich in die Pubertät kam, nahmen die Konkurrenzgefühle meiner Mutter mir gegenüber zu. Ich ging auf die Realschule, wie sie früher auch und bekam aber, trotz fehlender elterlicher Unterstüzung, relativ gute Noten. Das gefiel ihr nicht und sie nahm mir meine Schulbücher weg und zwang mich immer um 20 Uhr schlafen zu gehen- mit Licht aus und Rolladen runter, was auch mehrmals in der Nacht überprüft wurde. Ich lieh mir Bücher in der Bibliothek aus, die ich heimlich unter der Bettdecke las. Als Licht dienten unter anderem die rote Leuchtkugel von Saruman aus der Überraschungsei-Edition von „der Herr der Ringe“ oder andere leuchtende Spielsachen. Ich log sie an, dass wir Tests geschrieben hätten und ich immer eine vier oder fünf bekam. Sie glaubte mir und war zufrieden. Als sie mein Abschlusszeugnis in die Finger bekam, hätte ihr Blick mich fast getötet. Es war mir egal. Sobald ich die Zusage für einen Ausbildungsplatz hatte, habe ich eine Tasche gepackt und bin abgehauen. Mit 25 habe ich mein Abitur nachgeholt und studiere jetzt Pharmazie.
– Anne, zum Zeitpunkt der Story 14-16
Ich hatte ein Paket bestellt, welches zu einem Paketshop geliefert wurde. Ich kam nach einem anstrengenden Ausbildungstag müde nach Hause, wollte aber unbedingt das Paket haben und sagte meiner Mutter, dass ich noch mit dem Fahrrad dort hin fahre, um es abzuholen (es war nicht gerade nah an der Wohnung). Sie hat mich ohne einen Kommentar hinfahren lassen. Dort angekommen teile mir die Mitarbeiterin mit, dass meine Mutter das Paket bereits abgeholt hatte. Ich bin also wieder nach Hause gefahren. Meine Mutter hatte mich bewusst dort hinfahren lassen, nichts dazu gesagt und das Paket versteckt.
– Jasmin, zum Zeitpunkt der Story 16
Wir haben in der Schule eine Lektüre gelesen und hatten als Hausaufgabe auf, bis zu einer bestimmten Seite weiterzulesen. Meine Mutter hat mir verboten, das Buch weiterzulesen, weil ich lieber im Haushalt arbeiten sollte, damit sie weniger/nichts machen muss. Ich durfte, bis ich ins Bett musste, das Buch nicht in die Hand nehmen und beim Schlafen gehen erst recht nicht. Ich habe dann heimlich unter der Bettdecke die Hausaufgabe erledigt.
– Jasmin, zum Zeitpunkt der Story 11
Mit gerade 18 hatte ich einen heftigen Autounfall, meine kleine Schwester saß mit im Auto. Wie durch ein Wunder waren wir nur leicht verletzt. Als meine Mutter zur Unfallstelle kam, war sie nicht erleichtert, dass es uns gut geht, sondern fragte mich wie man nur so asozial fahren könnte. Sie erzählte auch der Polizei, dass sie sich gut vorstellen könne, wie rasant ich Auto fahre und dass sicher alles meine Schuld ist (während ich in den Krankenwagen gebracht wurde). Es stellte sich bei Ermittlungen raus, dass es nicht meine Schuld war. Immer wieder machte sie mir Vorwürfe, dass sie meinetwegen jetzt ein „hässlicheres“ Auto fahren müsste, weil das andere einen Totalschaden hatte. Jahre später wollte sie davon nichts mehr wissen und sagte ich hätte mir das in der traumatischen Situation alles eingebildet.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 18
Oft war es so, dass unsere Mutter in die Stadt fuhr und meinen 1 Jahr älteren Bruder und mich alleine zu Hause lies. Sie sagte uns eine Uhrzeit um die sie wieder zu Hause sein wollte, aber oft kam sie erst sehr viel später nach Hause. Mein Bruder und ich machten uns große Sorgen, liefen zu unseren Nachbarn oder ähnlich. Es war die Zeit lange bevor es Handys gab, aber Telefonzellen gab es. Meine Mutter hielt es aber nicht für nötig anzurufen und Bescheid zu sagen. Als sie dann zu Hause war tat sie so als ob sie unsere Sorge gar nicht verstehen konnte und sie auch nie eine frühere Uhrzeit genannt hätte. Unseren Nachbarn erzählte sie dann wir würden fantasieren und sie wäre nicht lange weg gewesen.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 8-9
Mit Mitte 20 habe ich mit einer Freundin in einer WG gewohnt. Meine Mutter hat dies zwar nicht eindeutig sabotiert aber es war ihr ein Dorn im Auge. Schließlich war und bin ich ja in ihren Augen alleine nicht überlebensfähig. Eines Tages telefonierte ich mit meiner Mutter während ich Nudelwasser kochte. Mir rutschte das Handy aus der Hand, der Kochtopf-Deckel fiel in das kochende Wasser und das kochende Wasser spritze auf meine Hand. Meine Hand war hochgradig verbrüht. Meine Mutter bekam natürlich meine Schmerzens-Schreie mit. Sie sagte nur „Eva wie Du dich verhälst, ich bin schockiert. Wieso telefonierst du beim Kochen, du bist total unreif“. Ich musste ins Krankenhaus fahren und wurde dort chirurgisch in der Notaufnahme behandelt. Meine Mutter hat in diesem Zusammenhang nie Mitleid gezeigt, sondern immer nur betont wie unreif mein Verhalten an dem Abend war und dass ich mein Leben nicht im Griff habe.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 26
Meine Mutter konnte es nicht ertragen, wenn ich mit Freundinnen in die Stadt ging und mir selbst Klamotten von meinem Taschengeld kaufte. Ich musste ihr Abends immer die Klamotten zeigen und vorführen. Mit missbilligendem Blick sagte sie mir immer wie hässlich alles aussieht, die Röcke zu kurz oder die Schuhe zu klobig waren (wir reden hier über die Zeit Anfang 90er wo z.B. Palladiums modern waren). Bei Röcken die sie für zu kurz hielt sagte sie verachtend „Du siehst aus wie eine Nutte“. Sie ist dann immer mit mir in die Stadt gefahren und ich musste die Kleidungsstücke in den Geschäften zurückgeben.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 14
Jedes Jahr kurz vor Weihnachten gab es das gleiche Szenario: Meine Mutter ist vor uns Kindern ausgeflippt, hat gesagt sie wird nie wieder Weihnachten mit uns als Familie feieren weil sie es mit meinem Onkel und meiner Oma (ihrer Schwiegermutter) nicht aushält. Alle wären bösartig ihr gegenüber. Sie würde ausziehen, ins Hotel gehen, sich scheiden lassen etc etc. Wir Kinder hatten natürlich Riesen-Angst, dass unsere Mutter die Familie verlässt. War der Besuch erst einmal da war alles ok. Waren die Gäste einige Tage später weg wurde im großen Stil über diese abgelästert wie schlimm alles gewesen ist, wie gemein und bösartig alle zu ihr waren.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 5-20
Am Morgen meiner Führerschein-Prüfung kam meine Mutter lächelnd zu mir und sagte „Ich habe heute Nacht von Deiner Führerschein-Prüfung geträumt. In meinem Traum hast Du nicht bestanden“. Ich habe die Führerscheinprüfung an dem Tag im ersten Anlauf geschafft. Mein Bruder (das Goldkind), der 1 Jahr älter ist als ich, hat die Führerscheinprüfung 1 Jahr zuvor erst im dritten Anlauf geschafft. Aus heutiger Sicht denke ich, dass sie mich bewusst verunsichern und -wie so oft- sabotieren wollte.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 17
Als Kind bekam ich von meiner Tante 20 DM geschenkt. Ich beschloss meiner Mutter davon einen Blumenstrauß zu kaufen. Ich bin mit dem Blumenstrauß im Beisein einer Freundin nach Hause gekommen und habe ihn meiner Mutter gegeben und gesagt „er ist als Danke dafür, dass Du immer mit mir für die Schule lernst“. Meine Mutter nahm ihn und bedankte sich wie toll das ist. Abends kippte die Stimmung und sie erzählte meinem Vater die Geschichte ganz anders. Sie beschwerte sich bei ihm, dass sie die Blumen von mir eigentlich gar nicht haben will, da ich es ja sowieso nicht ernst meine und ihr den Blumenstrauß mit einem vermeintlich schnippischen Tonfall übergeben hätte. Meine Mutter erzählte die Geschichte noch viele Monate später in unserer Familie so und hob jedes Mal hervor in welch hässlicher und arroganter Art ich ihr angeblich den Strauß übergeben hätte.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 12
Ich durfte grundsätzlich nicht mehr als einmal in der Woche duschen und dann auch nur ganz kurz, weil das Wasser ja Geld kostet. Als ich in die Pubertät gekommen bin und angefangen habe, die Badtür abzuschließen, hat meine Mutter sehr oft den Schlüssel einfach versteckt. Öfters ist sie dann einfach reingekommen, um mich zu „beobachten“. Ich habe mich dann nackt in die Dusche gekauert, worauf sie zu mir kam und mich geschubst hat, sodass ich in der Dusche ausgerutscht bin und sie mich nackt sehen konnte. Ich habe die ganze Zeit geweint und geschrien. Sie hat dann erst aufgehört, als mein Vater dazukam.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 13
Mit ca. 13 hatte ich -wie vermutlich die meisten in diesem Alter- Ideen zu optischen Veränderungen und einem angesagten Kleidungsstil. Ich rede hier über Chucks, Doc Martins, Haare tönen u.ä. Eigentlich sehr harmlos. Meiner Mutter war es ein Dorn im Auge, dass ich mich veränderte und plötzlich Kleidung tragen wollte die MIR gefiel und diese selbst aussuchen wollte. Es schaukelte sich so weit hoch, dass sie eines Tages zu mir sagte „Ich wollte Dir nur sagen, dass Du mir ab heute egal bist. Mach was Du willst, Du interessierst mich einfach nicht mehr. Mach Dir dann bitte aber auch Dein Essen selbst. Geh mir einfach aus dem Weg“. Wenn es nicht nach Ihren Vorstellungen lief war Ihre Bestrafung Verachtung, Ausschluss, Schweigen.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 13
Ich war mit meiner Familie im Urlaub und hab mich (weil mich dort keiner kannte) getraut, ein Top ohne Träger anzuziehen. Ich bin ganz stolz damit rausgegangen und war dann damit mit meinen Eltern spazieren. Als meine Mutter hinter mir lief, zog sie mir auf einmal das Top runter, sodass ich fast oberkörperfrei da stand. Dieses Top ist dann auch irgendwann „in der Wäsche verschwunden“ und ich hab es nie wieder gesehen.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 12
Ich war mit meiner Familie im Urlaub und hab mich (weil mich dort keiner kannte) getraut, ein Top ohne Träger anzuziehen. Ich bin ganz stolz damit rausgegangen und war dann damit mit meinen Eltern spazieren. Als meine Mutter hinter mir lief, zog sie mir auf einmal das Top runter, sodass ich fast oberkörperfrei da stand. Dieses Top ist dann auch irgendwann „in der Wäsche verschwunden“ und ich hab es nie wieder gesehen.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 12
Ich hatte in der Grundschule eine Freundin, die sehr lange Haare hatte und es war schon immer mein Traum, dass meine auch so lang wachsen. Meine Mutter wollte das aber nicht und ist mit mir dann einfach zum Friseur gegangen. Die Friseurin hat mich extra nochmal gefragt, ob ich meine Haare auch kurz schneiden lassen will. Ich war aber so eingeschüchtert und hab mich generell selten getraut, überhaupt etwas zu sagen, sodass ich zugestimmt habe. Sie hat meine Haare dann ganz kurz geschnitten. Und das passierte jedes Mal, wenn meine Haare etwas länger wurden
– Jasmin, zum Zeitpunkt der Story 8
Als mein Bruder und ich kleine Kinder waren behauptete meine Mutter, einer von uns beiden hätte ihr Parfum im Badezimmer versprüht. Ich war es definitiv nicht und wies die Schuld dementsprechend von mir. Mein Bruder ebenso. Sie lies nicht locker und schimpfte uns immer mehr aus. Irgendwann fing ich an zu weinen und beteuerte nach wie vor, dass ich es nicht war. Sie ohrfeigte mich, dass ich es nicht zugab. Abends hörte ich wie sie sich bei meinem Vater über mich auslies, dass ich es abgestritten habe. Ihre Worte: „Das Heulen alleine war ja schon der Beweis dass SIE es gewesen ist.“ Schuldzuweisungen waren und sind eine sehr beliebte Methode meiner Mutter.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 6
Meine Mutter hat stets versucht, meinen Ausbildungsweg zu sabotieren. Auf meinem Grundschulzeugnis 4. Klasse hatte ich nur 1en und 2en. Trotzdem wurde seitens meiner Mutter in Frage gestellt, dass ich aufs Gymnasium gehe. Während des Gymnasiums sagte meine Mutter immer „ich wünschte wir hätten sie auf eine leichtere Schule gegeben, sie tut sich so schwer“. Abi habe ich mit 2er Durchschnitt gemacht. Als ich danach überlegte, was ich studieren werde, riet meine Mutter mir zur Ausbildung als Fremdsprachen-Sekretärin. Bei allen Berufen die ich selbst überlegte trug sie mir eine vermeitlich negative Charactereigenschaft meinerseits vor als Begründung, weshalb der jeweilige Beruf für mich nicht in Frage kommt. Als ich mich dann für ein Studium entschied, sabotierte sie stets meinen Weg und versuchte mir Unfähigkeit zu attestieren. Ich habe Gespräche mitbekommen -die in extra großer Lautstärke mit meinem Vater führte, so dass ich es auch auf jeden Fall mitbekomme- wo sie über mich lästerte und sagte „Sie kann das alles nicht, sie ist ungeeignet für das Studium.“ Mein Studium habe ich mit Note 1 abgeschlossen. Heute weiß ich, dass sie mir nicht gegönnt hat zu studieren und mich sabotieren wollte, damit ich keinen höheren Ausbildungsgrad erreiche als sie. Es ist so erbärmlich.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 6 – 25
Ich erinnere mich heute noch an folgende Situation als kleines Kind. Ich bekam in der 1. Klasse Grundschule mein Halbjahreszeugnis. Darin stand, dass ich eine höfliche Schülerin war. Ich verstand das Wort „Höflich“ damals noch nicht und fragte meine Mutter was es bedeutet. Meine Mutter erklärte mir, dass es bedeutet, dass ich hochnäsig sei und meine Lehrerin das schon richtig bei mir erkannt hätte. Als kleines Kind schämte ich mich, denn das wollte ich bestimmt nicht sein. Arroganz warf meine Mutter mir mein ganzes Leben vor weshalb ich es wohl bis heute nicht mag, im Mittelpunkt zu stehen. Heute im Duden nachzulesende Synonyme für höflich sind: anständig, aufmerksam, entgegenkommend, freundlich, zuvorkommend….
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 6
Meine Mutter und ich hatten -insbesondere seit Einsetzen der Pubertät- kein gutes Verhältnis. Vermutlich weil sie merkte, dass ihr die Kontrolle über mich entgleiten könnte. Eine Situation zeigt die Willkür ihres Handelns. Die Situation ist passiert in einer Zeit in der ich von unserer Familie wie eine Aussätzige behandelt wurde weil meine Mutter alle gegen mich aufgebracht hat. Es wurde sich oft über meinen vermeintlich schlimmen Tonfall beschwert. Ich schwöre ich habe nie respektlos mit meiner Mutter gesprochen. Das hätte ich mich gar nicht getraut. Sie kam morgens in mein Zimmer als ich mich gerade anzog. Sie fragte mich „was ziehst Du da an?“ Ich antwortete „eine Leggins“ – was eigentlich auch für sie sichtbar war. Sie stand vor mir, wir guckten uns ein paar Sekunden an und plötzlich holt sie weit aus und schlägt mir mit der flachen Hand ins Gesicht. Ich sehe noch heute ihr hasserfüllt verzerrtes Gesicht vor mir als wäre es gestern passiert. Sie sagte dann irgendwas von wegen „Hör Dir mal Deinen frechen Tonfall an“ und ging raus. Ich weiss noch, dass ich mich weinend auf mein Bett gesetzt habe. Neben den Schlägen war das Schlimmste daran das Ausgeliefert-sein als Kind.
– Eva, zum Zeitpunkt der Story 12
Damals spielte ich im Orchester, dass zwei mal im Jahr Konzerte gab. Diese waren üblicherweise an einem Sonntag. Beim Essen erzählte ich meiner Mutter vom nächsten Konzert und lud sie dazu ein. Desinteressiert sagte sie, „Ich glaube an dem Tag ist verkaufsoffener Sonntag“ Ich fragte sie ob das bedeutet, dass sie an diesem Tag arbeiten müsse woraufhin sie sagte: „Nein, ich hoffe dass ich an dem Tag arbeiten muss.“ Wegen diesen Satzes fing ich an zu weinen und bekam deswegen von ihr zu hören, warum ich jetzt weine, ich solle nicht alles so schrecklich persönlich nehmen und mich nicht so anstellen.
– Sophia, zum Zeitpunkt der Story 15

Meine Mutter und mein Vater haben sich immer in Hauseingängen versteckt wenn wir unterwegs waren. Ich habe dann Angst bekommen und nach meinen Eltern gerufen. Dann kamen sie lachend herausgerannt und lachten weil ich so erschrocken war. Kein Verständnis dafür dass ich ein ängstliches Kind war.

– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 8
Meine ganze Kindheit hindurch war ich manipuliert und bestimmt von meiner Mutter. Es gibt viele Situationen. Ich kann mich z.B. daran erinnern dass ich immer schöne lange Haare wie meine Freundinnen haben wollte. Meine Mutter erklärte immer kurze Haare seien doch viel unkomplizierter und schleppte mich zum Friseur. So war es mit vielen Dingen, sie manipulierte mich solange dass ich dachte das alles sei meine Meinung. Noch heute sagt sie „Du musst mal wieder zum Friseur deine Haare sind gar nicht schön“ wenn sie meine jetzt langen Haare sieht.
– Fioli, zum Zeitpunkt der Story 8
Ich bin abends im Dunkeln von zu Hause weggelaufen, weil meine Mutter im Streit mit mir gesagt hat „Da hat man schon Selbstmordgedanken und dann auch noch diese Kinder (ich habe einen Bruder) dazu“. Meine Mutter rief mich an und ich dachte, sie will sich versöhnen und dass ich nach Hause kommen soll, weil sie sich Sorgen macht. Alles was sie wollte, war den Hund zurück zu bringen, den ich mitgenommen hatte. Hab ihn zurück gebracht und die ganze Nacht alleine draußen verbracht? Kann mich gerade nicht erinnern wie und wann ich wieder nach Hause kam. Ich weiß nur, dass ich den Hund gebracht habe und dann wieder los bin.
– Jane, zum Zeitpunkt der Story 13
Grob gesagt musste ich alles für meine Mutter tun, Freunde absagen, Schule schwänzen, damit sie nicht alleine ist usw. und um keinen Liebesentzug zu bekommen. Heute frage ich mich, welche Liebe mir entzogen wurde. Es gab keine Umarmungen, kein Kuscheln, keine Nähe. Liebe war dann sozusagen, dass man freundlich mit mir sprach. Denn das wurde mir entzogen, wenn ich nicht funktionierte. Es gab dann keine Kommunikation. Ich wurde komplett ignoriert. Ich bin mit 17 Jahren übers Jugendamt ausgezogen und habe seit ich 20 bin absolut keinen Kontakt mehr. Ich leide heute (33 Jahre) noch darunter und muss mich und mittlerweile auch meine eigenen Kinder vor dieser Frau schützen.
– Jane, zum Zeitpunkt der Story 15
Es war so, dass meine Mutter im Sommer mit meinem 5 Jahre jüngeren Bruder im Garten wohnte. Ich wollte das nicht, weil es da räumlich sehr eng war und für mich aufgrund des Narzissmus schwerer auszuhalten. Als ich nach Geld fragte, damit ich mir für die Wohnung, in der ich mich aufhielt, was zu essen kaufen kann, bekam ich als Antwort „Da merkt man mal wie dumm du bist. Du kannst im Garten essen. Ich geb schon genug Geld für euch aus.“
– Jane, zum Zeitpunkt der Story 15
Immer wenn ich mich besonders schick gemacht habe, meistens Haare geflochten oder geglättet hieß es lachend „Du siehst aus wie eine Russin.“ oder „Du siehst aus wie eine Hexe.“ Das hat mich sehr verletzt und mein Selbstbewusstsein super gekränkt.
– Jane, zum Zeitpunkt der Story 15
Meine Mutter hat eine schulische Ausbildung in meinem erlernten Beruf gemacht. Sowohl in der Praxis als auch in der Theorie wurde immer wieder verlangt, dass ich ihr helfe. Es wurde nach meiner Meinung gefragt und ich sollte Schriftstücke Korrektur lesen oder sogar für sie anfertigen. Ich sollte meine Freizeit damit verbringen, ihr bei den Schulaufgaben zu helfen. Es gab Gespräche in denen ich klar kommuniziert habe, dass ich nicht dafür da bin ihre Aufgaben zu erledigen und einfach Zeit mit ihr genießen möchte. Darüber ist sie hinweg gegangen und hat immer wieder das gleich Thema angefangen. Als sie ihren Abschluss hatte wurde mit keinem Wort anderen gegenüber erwähnt, dass ich so einen großen Anteil daran hatte. Die Lehrer haben ihr vorgeschlagen eine darauf aufbauende Ausbildung zu machen, sie hatte großes Interesse daran. Ich habe deutlich gemacht, dass ich dies nicht weiter unterstütze, nach mehreren Diskussionen wurde dies akzeptiert.
– Nina, zum Zeitpunkt der Story 30/31
Meine kleine Schwester (4 Jahre jünger) und ich waren abends mit unserer Mutter zuhause. Wir spielten in unserem Kinderzimmer. Irgendwann sind wir ins Wohnzimmer gelaufen und haben festgestellt, dass unsere Mutter nicht mehr da und die ganze Wohnung dunkel war. Wir haben sie gesucht, aber nirgends gefunden. Als kleine Kinder hatten wir sehr große Angst, im Dunkeln ohne Ankündigung alleine in der großen Wohnung zu sein. Wir haben uns im Flur auf den Boden gekniet, sehr laut geweint und nach unserer Mama gerufen, bestimmt mindestens 10 Minuten lang. Irgendwann kam sie dann aus der Abstellkammer, hat uns ausgelacht und spöttisch etwas in die Richtung gesagt, dass wir sie wohl brauchen und wir mal merken sollen, wie es ist, wenn sie uns alleine lässt.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 8-9
Ich war mit 14 ausgezogen, ich habe es nicht mehr ausgehalten, obwohl ich „ja alles hatte“. Der Grund war eine körperliche Erkrankung, die als psychosomatische erklärt wurde, woraufhin mein Alltag schrecklich wurde. Jedenfalls lebte ich dann mit meinem 24 jährigen „Partner“ zusammen. Dort bin ich dann irgendwie weg, nach Gewalt usw, und wurde vergewaltigt von einem anderen Mann. Meiner Mutter erzählte ich dies weinend am Telefon und die Antwort war „ich bin im Urlaub, ich kann da jetzt auch nichts machen“. Lange habe ich das, als logisch, entschuldigt.
– Jasmin, zum Zeitpunkt der Story 14
Oft gab es Stubenarrest. Abendessen gab es dann nicht. Blöd war, wenn Toilette nötig war. Bitten, betteln, Kommentare. Ging es in die Hose, wieder Ärger. Die Entdeckung, das Gummibäume Pipi vertragen, machte es leichter
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 8
Ich war mit meiner Mutter Badekleidung kaufen. Das allein war schon die pure Folter, da ich aufgrund von jahrelangen Bodyshaming seitens meiner Mutter totale Komplexe hatte. Habe diverse Bikini-Sets anprobiert und brauchte für Hose und Oberteil verschiedene (Kinder!)Größen. Meine Mutter, die nicht zwei Sets kaufen wollte, tauschte die Oberteile heimlich aus und meinte daraufhin zu mir, dass es meine Schuld ist, wenn sie erwischt wird. Schließlich wäre mein Po zu fett, um in eine normale Hose zu passen. Ich war zu dem Zeitpunkt 11.
– Sandra, zum Zeitpunkt der Story 11
Nachdem ich Dinge für mein Leben anders entschieden hab, als meine Mutter es wollte,bin ich im Streit/ gezwungen ausgezogen. (Heute der beste Schritt um zu erkennen wie schlimm es Zuhause war). Ich habe nur mit der Hilfe meines Vaters(schon lang getrennt von meiner Mutter)eine Wohnung bekommen, er hat mich unterstützt. Und meine Mutter hat mehrere Wochen beleidigt meinen Weg ignoriert. Am Tag als ich noch Möbel etc.aus der „mütterlichen Wohnung“ holte, Sagte meine beste Freundin: “ Frau….ihre einzige Töchter zieht gerade in ihre erste eigene Wohnung, wollen sie das gar nicht miterleben? Hat wohl gesessen. Danach kam sie und hat sogar etwas Hilfe angeboten.
– Sonja, zum Zeitpunkt der Story 21
Meine Mutter hatte einen neuen Partner, mit dem es offensichtlich immer etwas kriselte, weil ICH so furchtbar unordentlich war. In jedem Fall vermittelte Sie mir, dass meine Schwester und ich, aber vor allem ich mit meiner Unordnung daran Schuld waren, dass es nicht richtig lief. Wir waren irgendwann im Urlaub in Dänemark und er kaufte meiner kleinen Schwester und mir Bonbons mit Lakritz, die wie Steine aussahen. Und war langweilig in unserem Zimmer des Ferienhauses und wir haben sie nach und nach aus dem Fenster geworfen. In dieser Zeit müssen sich meine Mutter und ihr Partner derart gestritten haben, dass er abreiste und uns zurück gelassen habe. Meine Mutter hielt uns vor, dass es unsere Schuld war, weil wir die Bonbons entsorgt haben und verließ das Ferienhaus mit der Drohung, sich etwas anzutun. Ich kann mich nicht mehr an alle Details erinnern, wohl aber, dass ich sie im Dunklen in mir unbekannter Gegend am Strand gesucht habe. Irgendwann war sie wieder da und tat als ob es diese Drohung niemals gegeben hat.
– Susanne, zum Zeitpunkt der Story 13
Es war Anfang der 10. Klasse. Mal wieder nach einem sehr dollen Streit mit meiner Mutter, flüchtete ich zu meiner Freundin.Wir saßen mit ihren Eltern am Küchentisch und ich erzählte von dem Streit. Da fragte der Vater mich was mir bei solchen Streits vorgeworfen wird. Das ich noch zur Schule gehe!,ihr auf der Tasche liege!, SIE in meinem Alter!! „Bist du mal sitzen geblieben?“ Nein,warum? In Deutschland bestehen 10 Jahre Schulpflicht, das ist ein Vorwurf den sie dir nicht machen kann. Du kannst diese Situation nicht ändern.
– Sonja, zum Zeitpunkt der Story 16
Dies war das Ende meiner Beziehung zu meiner Mutter: Ich sagte ihr, dass ich mir einen Mann zusammenziehen würde, also homosexuell bin. Daraufhin kam natürlich in vorwurfsvoller Theatralik die Frage (Vorwurf) warum ich ihr nicht viel eher was gesagt habe. Aufgrund der Angst vor ihrer und meines Vaters Reaktion gab ich zur Antwort. “Das ist doch lächerlich” kam zur Antwort. Kurz darauf brach sie den Kontakt zu mir ab und beeinflusste meinen Vater, dass er es auch tat. Es kam also noch viel schlimmer als ich es mir je vorgestellt hatte. Ich habe es kurz nochmal probiert den Kontakt wieder herzustellen, als es aber wieder nur um sie ging und sie mir immer und immer wieder mehr und mehr vorwürfe machte, hielt ich es für mein Seelenheil für das beste es bei dem Kontaktabbruch zu belassen. Seitdem versucht sie mich beim Rest meiner Familie und Freunden schlecht zu machen. Das ist ihr bisher nur teilweise gelungen. Es ist zwar traurig aber seit dem wir keinen Kontakt mehr haben geht es mir besser. Und diese Geschichte war nur der endgültige Punkt hinter einer langen Reihe von Vorwürfen und psychischer Erniedrigungen durch meine Eltern.
– Brian, zum Zeitpunkt der Story 35
Meine erste und letzte Kindergeburtstsgsfeier. Generell wurde aus Geburtstagen kein großes Ding veranstaltet, in der Regel gab es Kleidung (die so gar nicht zu mir passte, um mich mehr nach ihren Vorstellungen zu formen) und halt irgend etwas, was ihr so untergekommen ist, kann mich zum Beispiel an einen Wecker zum 8. Geburtstag erinnern, damit ich selbstständig aufstehe. Zu dem Geburtstag durfte ich dann zum ersten Mal meinen Geburtstag mit Freunden feiern. Es war wild, laut und lustig. Für meine Mutter viel zu anstrengend. Sie hat dann entschieden, dass solche Feiern uns beiden(!) nicht gefallen und es gab für mich nie wieder eine Feier mit Freunden zu meinem Geburtstag. Traurig war ich darüber nicht, denn wenn sie sagte, dass gefällt mir nicht, dann war es auch so. Erst 30 Jahre später, nach meiner Therapie habe ich gemerkt, wie sie mich da manipuliert hat.
– Nora, zum Zeitpunkt der Story 8
Es war Weihnachten und die ganze Familie (Onkel, Tanten, Cousins, usw.) war bei meiner Grossmutter. Alle sassen am Tisch und meine Mutter stand am Fenster. Aus dem nichts dreht sie sich um, schaut mich an und sagt: „Du solltest besser nach Hause gehen und lernen. So dumm wie du bist bekommst du nie einen Ausbildungsplatz.“ Ich bin weinend nach Hause gelaufen. Am Abend sind sie auch nach Hause gekommen und sie sagte zu mir: „Wegen deiner Dummheit streiten ich und dein Vater uns dir ganze Zeit. Du bist schuld, wenn wir uns trennen.“ Ich bin ins Badezimmer gegangen und habe wieder geweint.
– Tanja, zum Zeitpunkt der Story 14
2 Monate vor der Geburt meines Babys reagierte meine Mutter sehr genervt auf jedes einzelne Teil, das ich für mein ungeborenes Baby kaufte. Sie sagte jedes Mal, ich solle nichts mehr kaufen. Irgendwann rastete sie aus und wurde ziemlich laut. Sie habe genau diese Sachen für das Baby kaufen wollen. Als wenn es nicht mein Recht wäre, sondern ihres. Mir platzte der Kragen und ich stapfte wütend aus dem Zimmer. Sie wendete sich an meinen fassungslosen Mann, und fragte ihn, was mit mir schon wieder los sei. Als sie merkte, dass er auf meiner Seite steht, fing sie an zu weinen. Sie habe diese Unterstützung ja nie gehabt von ihrer eigenen Mutter etc. Später meinte sie dann, sie fände es auch geschmacklos, so viel fürs Baby zu kaufen, denn man wisse ja gar nicht, ob es überhaupt überlebt 🙄
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 34
Meine Mutter hat mir eine eh schon schwierige Schwangerschaft (mit Hyperemesis Gravidarum) zur Hölle gemacht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie sie mich jedes Mal angewidert anguckte, wenn ich liebevoll über meinen Bauch streichelte. Irgendwann reichte es ihr und sie sagte zu mir, ich solle das in ihrer Gegenwart nicht mehr tun. Es sei nervig und störe sie, da sie das Gefühl bekäme, dass ich ihr gar nicht zuhöre. Wenn sie mir das nicht sage, dann würde es mir ja keiner mehr sagen. Ich brach in Tränen aus und war komplett fassungslos. Ihre Reaktion: „Was weinst du denn jetzt so?!“
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 34
Meine Mutter hat mir gebeichtet, dass sie meinen Wellensittich (zu diesem Zeitpunkt schon tot) einmal gegen die Wand geworfen hat, weil er so laut gezetert hat. Ich weiß noch, wie ich vor Entsetzen geschrien habe, sie aber anfing zu lachen und etwas peinlich berührt sagte, ich solle jetzt nicht so schreien, das würden die Nachbarn hören. Jahre später, als ich den Kontakt schon abgebrochen hatte, ist mir wieder eingefallen, dass der Wellensittich eingeschläfert wurde, weil er angeblich Krebs hatte und sein Bauch schon eingedrückt war davon. Ich bin davon überzeugt, dass der eigentlich stark verletzt war durch meine Mutter. Wahrscheinlich hat sie dem Tierarzt noch erzählt, dass ich das war.
– Anonym, zum Zeitpunkt der Story 8-10
Zu meinem Schulabschluss fand traditionell ein Abschlussball statt. Für mich war klar, dass ich nicht mittanzen, aber auf jeden Fall dabei sein und meinen Mitschüler:innen zuschauen will. Über mehrere Wochen habe ich meine Eltern immer wieder gefragt, ob sie dabei sein wollen, aber sie ließen sich nie zu einer konkreten Zu- oder Absage hinreißen und sagten meist „Wenn du eh nicht mittanzt, müssen wir ja nicht dabei sein“. Auch am Tag des Abschlussballs habe ich sie wieder gefragt, schließlich mussten wir Karten vorab kaufen und ich brauchte eine definitive Entscheidung, sie haben den Tag aber lieber mit Gartenarbeit verbracht und hatten dann keine Lust mehr. Meine erwachsene Cousine hat das Gespräch mitbekommen und hatte spontan Lust mich zu begleiten und ich bin mit ihr zum Abschlussball. Ein Jahr später behauptete meine Mutter, ich hätte sie nie zum Abschlussball eingeladen und es würde Bände sprechen, dass ich lieber mit meiner Cousine gehe als mit meinen Eltern.
– Karina, zum Zeitpunkt der Story 16
Nach meiner Ausbildung bin ich über 600 km weit weg gezogen. Beim Umzug half mir mein Vater und hatte dafür einen Sprinter organisiert. So ein weiter Umzug muss natürlich von langer Hand geplant werden und so liefen die Vorbereitungen bereits Wochen im Voraus. Meine Mutter hatte zu dieser Zeit (mal wieder) starke Rückenprobleme und sagte wochenlang, sie will beim Umzug definitiv nicht dabei sein, weil sie in diesem Zustand nicht über 8 Stunden Fahrzeit im unbequemen Sitz des Sprinters aushält und vor Ort aufgrund ihrer Einschränkung auch nicht helfen könnte. Dementsprechend organisierte ich den Umzug und auch die Schlafmöglichkeit für meinen Vater. Zwei Tage vor dem Umzug kickte bei meiner Mutter dann aber doch wieder FOMO und Eifersucht darauf, dass ich vier Tage mit meinem Vater alleine verbringen „darf“ rein und sie legte einen kompletten Sinneswandel hin und bot gnädig an, dass es es nun doch mal „probieren“ wollte dabei zu sein. Mir war das aber hinsichtlich ihrer Gesundheit zu gefährlich und jetzt auch zu kurzfristig, sodass ich ihr sagte, dass wir auch ohne sie klarkommen und sie sich lieber zuhause schonen soll. Sie war komplett beleidigt, hat behauptet ich hätte sie nicht dabei haben wollen und hat monatelang nicht mit mir geredet. Auf meinen Vater wartete nach der Rückkehr vom Umzug ein böser Brief.
– Karina, zum Zeitpunkt der Story 19
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