5 Gründe, warum es dir trotz Kontaktabbruch nicht besser geht

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In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder Menschen, denen es trotz Kontaktabbruch zu ihrer Mutter oder ihren Eltern immer noch nicht wirklich besser geht, die von Schuldgefühlen und Zweifeln geplagt werden oder immer noch auf total ungesunde Weise mit ihrer Familie verstrickt sind.
Falls du jetzt denkst „Woher weiß sie, wie es mir geht!?“ und du dich darin wieder erkennst, habe ich heute die Top 5 Gründe, die dafür verantwortlich sein könnten.

Grund Nummer 1: Es ist gar kein wirklicher Kontaktabbruch

Im Grunde funktioniert unser Gehirn ganz simpel und folgt immer einem Reiz-Reaktions-Schema. Dein Schema lautet ziemlich wahrscheinlich „Mutter/Eltern = Gefahr = ALARM!!!“. Dieses Schema feuert immer dann, wenn der Reiz (= deine Mutter/Eltern) auftreten. In welcher Form, d.h. persönlich, in Erzählungen, auf Fotos etc. ist dabei völlig egal. Wenn wir nur auf reale Reize reagieren würden, würde niemand von uns Filme schauen oder Bücher lesen, denn beides ist rein fiktiv und würde uns dann nicht berühren. Tut es aber. Auch im echten Leben. Wenn du also immer wieder über Dritte (Geschwister, Tanten, Onkel, Nachbarn,…) mit deiner Mutter bzw. deinen Eltern konfrontiert bist oder sogar beidseitiger Informationsfluss über Dritte besteht, DANN. IST. DAS. KEIN. KONTAKTABBRUCH. Ein Kontaktabbruch bedeutet auch Entgiftung und du kannst nicht entgiften, wenn du immer noch konsumierst. Egal wie wenig es auch sein mag.
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Grund Nummer 2: Deine Mutter hat den Kontakt abgebrochen, nicht du

„Kontaktabbruch ist Kontaktabbruch“ ist eines der größten Missverständnisse in meiner Arbeit. Bricht deine Mutter bzw. deine Eltern den Kontakt zu dir ab, ist die zugrundeliegende Dynamik fast immer Ablehnung und Bestrafung. Sie tut das in der Regel, um dir zu zeigen, dass du endlich zur Vernunft kommen sollst. Kein Wunder also, dass du dich schlecht damit fühlst, 1. kennst du das doch schon dein ganzes Leben so und es triggert Kindheitswunden und 2. wer wird schon gerne abgelehnt und bestraft?

Brichst hingegen du den Kontakt ab (auf nachhaltige Weise!) dann ist die zugrundeliegende Dynamik Grenzen Setzen, Selbstfürsorge und für dich einstehen. Beides hat das gleiche Ergebnis, aber die damit verbundenen Verstrickungen und Gefühle sind komplett andere.
 

Grund Nummer 3: Dein Kontaktabbruch war impulsiv und ist unstrukturiert abgelaufen

Auch wenn es sehr verlockend ist, eine passende Gelegenheit beim Schopf zu packen und aus einer Situation heraus einfach mal eben den Kontakt abzubrechen, meistens ist das gar keine gute Idee.

Um einen Kontaktabbruch wirklich nachhaltig durchführen zu können, sollte man einiges beachten, vorbereiten und sich gründlich mit damit verbundenen Themen auseinandersetzen. Tut man das nicht, hat das meistens unschöne Folgen. 

Einerseits kommt es oft zu Problemen in der Akzeptanz des Kontaktabbruchs bei den Eltern. Das hat fast immer den Grund, dass die Kommunikation nicht klar genug war. Ja, ich weiß, du bist der Ansicht, dass man sich das ja wohl denken kann. Ich habe jedoch regelmäßig Menschen bei mir sitzen, die denken, Sätze wie „Ich kann das alles nicht mehr“ oder „So geht’s nicht mehr weiter“ wären klare Kommunikation und würden ja deutlich den Kontaktabbruch signalisieren. Das stimmt leider nicht. In Wirklichkeit könntest du dich schwammiger kaum ausdrücken.
Andererseits endet ein undurchdachter Kontaktabbruch meistens darin, dass man zwar den Kontaktabbruch an sich geschafft hat, aber dafür jetzt von Schuldgefühlen und Selbstzweifeln heimgesucht wird.

Grund Nummer 4: Dein Kontaktabbruch war in Wirklichkeit eine Trotzreaktion und du hoffst insgeheim, dass deine Eltern sich endlich ändern

Immer wieder begegnen mir in meiner Arbeit Menschen, die sich erhoffen, mit einem Kontaktabbruch ihre Eltern endlich zur Vernunft zu bewegen. Sie wünschen sich, dass diese endlich ihre Fehler einsehen, an sich arbeiten und sich ändern werden, wenn man doch schon diesen radikalen Schritt geht. Die harte Wahrheit ist, sie werden sich nicht ändern. Weil sie nicht wollen und ihre Fehler nicht sehen oder auch weil sie nicht können, wie bei narzisstischen Müttern der Fall. Wollten oder könnten sie sich ändern, hätten sie es bereits getan. Einen Kontaktabbruch machst du FÜR DICH. Um dich zu schützen. Um deinen Raum für Heilung zu öffnen. Wenn deine Motivation zum Kontaktabbruch ist, deine Eltern zu manipulieren -denn nichts anderes ist dieser Wunsch-, wird dieser Versuch scheitern und du wirst dich davor, währenddessen und danach schlecht damit fühlen.

Grund Nummer 5: Du denkst, dass es für deine Heilung reicht, einfach nur den Kontakt abzubrechen

Der Kontaktabbruch ist immer nur die Voraussetzung für deine Heilung, nicht die einzige Maßnahme. Nur wenn du nach dem Kontaktabbruch den Weg weitergehst und die Themen aufarbeitest, die durch deine Kindheit entstanden sind, wirst du heilen können. Der Kontaktabbruch öffnet nur den Raum für deine Heilung indem dein Nervensystem zur Ruhe kommen kann. Die wirkliche Arbeit beginnt erst dann.

Naaa, erwischt? 😉

Falls ja: Du bist nicht alleine! Wir bekommen schließlich nicht in der Schule beigebracht, wie man einen Kontaktabbruch wirklich nachhaltig und so durchführt, dass man sich danach auch wirklich besser fühlt und auch die Gesellschaft ist mit ihrem „Aber du hast doch nur eine Familie!!!“-Gelaber meist keine große Hilfe. 

Die gute Nachricht: Es gibt jetzt trotzdem eine Möglichkeit, wie du all das lernen und einen unbefriedigenden Kontaktabbruch transformieren kannst und zwar mein Gruppenprogramm Breaking The Chains. 8 Wochen lang gehen wir den kompletten Prozess eines nachhaltigen Kontaktabbruches gemeinsam durch. Und das Beste: Du musst das nicht alleine machen, sondern hast immer deine Kleingruppe an deiner Seite, die den Prozess mit dir Schritt für Schritt gemeinsam geht und dich und deine Gefühle daher sehr genau versteht. Und mich natürlich auch.

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