Die kürzeste Horrorstory für Töchter toxischer oder narzisstischer Mütter? Im Mai ist Muttertag! 👻
Spaß beiseite.
Ja, jedes Jahr wieder ist er, dieser besondere Tag zu Ehren der Mutter und jedes Jahr wieder hast du vermutlich ganz schöne Bauchschmerzen deswegen, wenn du das hier gerade liest.
Wenn du noch Kontakt hast, dann weil du jetzt schon den Druck spürst, der mit dem Tag einhergeht und dich fragst, wie du dieses Jahr ihren Ansprüchen gerecht werden sollst.
Wenn du den Kontakt bereits erfolgreich abgebrochen hast, dann weil du überall die Muttertagswerbung siehst, jetzt schon die Schuldgefühle anrollen spürst und dich vielleicht wie jedes Jahr wieder fragst “Soll ich ihr nicht doch wenigstens eine kleine Karte schreiben?!”
Egal ob Full Contact, Low Contact oder No Contact – wenn Muttertag dich triggert und du mit einer narzisstischen Mutter aufgewachsen bist, dann ist dieser Beitrag für dich.
Inhaltsverzeichnis
Warum Muttertag für Töchter narzisstischer Mütter so belastend ist
Muttertag als Kind: Der erste Hinweis auf eine dysfunktionale Mutter-Tochter-Beziehung
Wenn es dir so geht wie mir und vielen anderen, dann ist Muttertag schon im frühen Kindesalter ein verwirrender Tag. Im Kindergarten und in der Grundschule bastelt man Karten und Geschenke, auf denen Dinge stehen wie “Beste Mama der Welt” oder “Mama ich hab dich so lieb”.
Als Kind hast du noch nicht die kognitiven oder emotionalen Fähigkeiten, das wirklich zu hinterfragen. Deine Aufgabe ist es ja gerade nur, diese Bastelarbeit zu erledigen.
Und trotzdem fühlt sich der Text auf der Karte nicht richtig an.
Vielleicht denkst du dir “Beste Mama? Naja… meine irgendwie nicht. Die Mama von Lisa ist viel lieber als meine” Oder: “Ich hab dich so lieb? Das stimmt irgendwie nicht ganz, eigentlich hab ich Papa oder Oma viel lieber”.
Du kannst es in diesem Alter noch nicht richtig einordnen, aber genau diese Irritation ist oft der erste Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt.
Nur zieht ein Kind daraus nicht die richtige Schlussfolgerung, denn es denkt nicht „Mit meiner Mutter stimmt etwas nicht“.
Viel mehr nimmt es an „Mit mir stimmt etwas nicht”, denn scheinbar gilt das, was auf diesen Karten steht, für alle anderen Kinder, nur für das Kind selbst nicht.
Und so bleiben am Ende vor allem Verwirrung, Inauthentizität und Schuldgefühle zurück, das Kind fühlt sich falsch und denkt es sei das Problem.
Wenn toxische Mütter an Muttertag ehrliche Karten bekommen würden…
Muttertag im narzisstischen Familiensystem
Muttertag ist im narzisstischen Familiensystem kein liebevoller Anlass, sondern gleicht einem Minenfeld.
Erwartungsdruck
Schon Tage oder Wochen vorher baut sich dieser diffuse Druck in dir auf. Du weißt, dass etwas von dir erwartet wird. Nicht klar ausgesprochen vielleicht, aber trotzdem klar spürbar. Da ist dieser innere Zwang, irgendetwas Besonderes organisieren zu müssen. Etwas, das „gut genug“ ist und sie zufriedenstellt. Obwohl du gleichzeitig weißt, dass es nichts geben wird, das sie zufriedenstellt, denn die Latte liegt immer unerreichbar hoch.
Im Gegensatz zu gesunden Familien, in denen eine Mutter vielleicht sagt und ehrlich meint „Ein Strauß Blumen reicht mir völlig“, gilt bei einer narzisstischen Mutter ein anderes Prinzip:
Es geht nicht um die Geste, sondern um Macht, Kontrolle, Bestätigung und narzisstische Zufuhr. Wie sich dieser Druck konkret zeigt und warum er sich anfühlt, als käme er von überall gleichzeitig, schauen wir uns gleich noch genauer an.
Abwertung
Das perfide an Muttertag mit einer narzisstischen Mutter: Egal, was du tust, es ist das falsche. Und das lässt sie dich durch ihre Abwertung auch deutlich spüren – egal ob subtil oder offen.
Ein Blick, ein Kommentar, ein genervtes Seufzen reichen völlig aus, damit du weißt: Es war falsch.
Silent Treatment
Eine weitere Methode, dir zu zeigen, dass du nicht gut genug performt hast ist Silent Treatment. Sie geht in den Rückzug und plötzlich ist die Stimmung eisig, distanziert, beleidigt und du darfst rätseln, was genau du diesmal wieder falsch gemacht hast.
Jammern
Und wenn sie gerade mal nicht abwertet oder schweigt, dann jammert sie. Darüber, wie enttäuschend der Tag ist, wie wenig sie bekommt, wie andere Mütter viel mehr wertgeschätzt werden.
Muttertag wird in narzisstischen Familiensystemen so zu einer Bühne und das Wichtigste: DU bist dafür verantwortlich, dass die Inszenierung gelingt, aber das Drehbuch hat nur deine Mutter.
Der unsichtbare Druck von allen Seiten
Der Druck an Muttertag kommt nicht nur aus dir selbst und von deiner Mutter, sondern von überall:
Druck durch die Mutter
Dieser Druck entsteht schon Wochen vorher durch Kommentare wie „Ich bin ja gespannt, ob du dieses Jahr an mich denkst! oder „Ich will dieses Jahr gar nichts zum Muttertag”, wobei du genau weißt, dass Letzteres definitiv nicht stimmt.
Als Tochter einer toxischen Mutter lernst du früh, zwischen den Zeilen zu lesen. Und das, was da wirklich steht, ist: “Ich bin eine besondere Mutter, also muss ich auch besonders gefeiert werden”
Druck durch die Familie
Vater oder Geschwister sind Teil desselben Familiensystems und stehen unter dem gleichen Druck wie du. Sie machen es sich nur einfach und geben den Druck an dich weiter. Dann heißt es plötzlich „Wir müssen uns dieses Jahr aber wirklich mal Mühe geben“ oder „Jetzt stell dich nicht so an, es ist doch nur Muttertag“.
Manchmal wollen Geschwister deiner Mutter auch wirklich etwas Gutes tun, weil sie eine ganz andere Beziehung zu ihr haben, weil sie auch eine ganz andere Rolle im Familiensystem einnehmen. Mehr zu den Rollen liest du übrigens hier. Wenn du da nicht mitziehst, bist du schnell die Undankbare, die Schwierige oder die, die “aus allem immer ein Problem” macht.
Druck durch die Gesellschaft
Schon Wochen vor Muttertag geht es los: Werbung im Fernsehen, Prospekte, Social Media, Plakate. Und überall die Botschaft, dass die „beste Mutter der Welt“ etwas besonderes verdient.
Die Mutterrolle ist eine der am stärksten glorifizierten Rollen überhaupt. Mütter stehen gesellschaftlich fast auf einer Stufe mit Heiligen – aufopfernd, liebevoll, selbstlos.
Dabei ignoriert diese Darstellung komplett, dass es auch Mütter gibt, die nicht so sind und die ihrer Rolle nicht gerecht werden. Mütter die misshandeln oder zumindest emotional verletzen, manipulieren oder ihre Kinder für ihre eigenen Bedürfnisse benutzen.
Während andere also aus echter Dankbarkeit handeln, stehst du unter Druck, etwas zu feiern, das für dich vielleicht nie wirklich existiert hat.
Mehr dazu liest du auch in diesem Instagram-Post, swipe dich einfach mal durch die Slides:
Druck durch das persönliche Umfeld (Freund:innen, Kolleg:innen, etc.)
Freund:innen, Kolleg:innen oder sonstige Menschen aus deinem näheren Umfeld, die ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter haben, berichten erfreut darüber, was sie für diese planen und sähen dann – bewusst oder unbewusst – Zweifel in dir, ob du denn wirklich nicht mal eine Kleinigkeit für deine Mutter besorgen willst. Oder noch schlimmer: Sie haben gar kein Verständnis dafür, dass du planst, deiner narzisstischen Mutter zum Muttertag nichts zu schenken und machen dir ein schlechtes Gewissen, denn “Das ist doch deine Mutter” und so weiter…
Am Ende entsteht ein Druck, der sich kaum noch auseinanderhalten lässt. Du weißt gar nicht mehr, woher er eigentlich kommt, aber du spürst ihn deutlich. Und wenn du nicht aufpasst, dann bringt er dich jedes Jahr wieder dazu, Dinge zu tun, die sich für dich nicht richtig anfühlen.
Warum du es deiner narzisstischen Mutter nie recht machen kannst
- Wenn du eine WhatsApp schreibst, dann nimmst du dir nicht mal die Zeit anzurufen. Wenn du keine WhatsApp schreibst, dann ist sie es dir nicht mal wert, kurz an sie zu denken.
- Wenn du Kuchen kaufst, dann nur, weil du dir nicht die Zeit nimmst, um welchen selbst zu backen. Wenn du Kuchen backst, dann nur, weil sie dir das Geld nicht wert ist, welchen zu kaufen.
- Wenn du ein Geschenk kaufst, dann denkst du wohl auch, dass es reicht, dich ein mal im Jahr zu bemühen, aber ihre Liebe ist nicht käuflich und ihr wäre lieber, du würdest dich den Rest des Jahres besser benehmen. Wenn du kein Geschenk kaufst, dann ist sie scheinbar nicht wichtig genug, um wenigstens am einzigen Tag im Jahr, an dem es mal nur um sie geht, eine kleine Aufmerksamkeit zu bekommen.
- Wenn du einen Blumenstrauß kaufst, dann hast du einfach mal wieder vergessen, dass sie doch gar keine Schnittblumen mag. Wenn du hingegen Topfblumen kaufst, dann sind es die falschen, denn sie mag lieber Hortensien als Primeln.
- Wenn du eine Karte schreibst, dann nur, weil du ihr nicht einmal persönlich ins Gesicht sagen kannst, was sie alles für dich getan hat. Wenn du keine Karte kaufst, dann deshalb, weil du undankbar bist.
- Wenn du sie besuchst, dann ist sie empört, weil du sie jetzt in Verlegenheit gebracht hast – sie hat nicht mit deinem Besuch gerechnet und jetzt gar nichts vorbereitet. Wenn du sie nicht besuchst, dann ist sie empört, weil du dir nicht mal die Stunde Zeit für sie nimmst.
- Wenn du sie ins Restaurant einlädst, dann ist es garantiert das falsche – das Essen nicht gut, der Kellner unfreundlich und der Sitzplatz so zugig. Wenn du sie nicht ins Restaurant einlädst, dann ist sie traurig, denn die ganze Stadt war beim Muttertags-Brunch im Gerber’s – ein Sehen und Gesehen werden, das ohne sie stattfand. Was sollen jetzt die Leute denken?!
@mutterwunde Egal was du machst, es ist nie gut genug. 😩 Muttertag steht an und du hast Stunden damit verbracht, dir ein schönes Geschenk für deine Mutter zu überlegen, an dem sie Freude hat. Und dann ist der Tag gekommen und sie… …NÖRGELT. Wieder ist nichts das Richtige und auf das, was sie letzte Woche noch toll fand, hat sie plötzlich keine Lust mehr und das hättest du ihr natürlich an der Nasenspitze ablesen müssen. Du bist traurig, weil du dir so viel Mühe gegeben hast und ihr dennoch keine Freude machen konntest, aber auch wütend, dass sie so wenig Wertschätzung für deine Mühe und dein Geschenk zeigt. Glaub mir, du bist damit nicht allein. Narzisstische Mütter zu beschenken oder sie zu feiern, egal ob an Muttertag oder jeden anderen Tag im Jahr, ist ein Tretminenfeld und du kannst dir sicher sein: Irgendwas explodiert immer 💥 Bitte sei dir darüber bewusst, dass du Muttertag nicht feiern musst. Du musst ihr nichts schenken und auch den Tag nicht mit ihr verbringen. Wenn du’s doch tun willst, dann achte auf diese wichtige Regel: Du musst dich davon lösen, danach zu agieren, was SIE zufriedenstellt. Denn das wird nicht passieren. Neva evaaa. Und darauf hast du auch gar keinen Einfluss. Worauf du aber einen Einfluss hast, bist du. Fragen die du dir also viel mehr stellen solltest: ❓Was möchtest du? ❓Was bist du bereit zu geben? ❓Wofür hast du gerade Ressourcen? ❓Wo liegen deine Grenzen? Wenn du diesen Muttertag mit deiner narzisstischen Mutter interagieren willst, dann verabschiede dich davon, deinen Fokus auf sie und ihre Erwartungen zu richten. Stattdessen… …bleib mit dir verbunden! Wie du das machst… …lernst du in SURVIVING MOTHER’S DAY. Zum No-Brainer-Preis von 11 €. Link im Profil! #muttertag #narzisstischemutter #toxischemutter ♬ Originalton - Karina • Mutterwunde
Bestimmt fallen dir noch mehr solcher Beispiele ein. Am Ende haben sie alle eines gemeinsam:
Egal was du tust, egal wie wohlüberlegt es ist: Es ist nie genug. Du bist nie genug. Du bist undankbar.
Das lässt sie dich auch deutlich spüren, entweder indem sie es dir direkt sagt, oder indem sie es dich mittels Blicken, Seufzern oder an ihrem Tonfall merken lässt.
Ein „Danke“ ist eher die Ausnahme. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass du hörst, was alles nicht gepasst hat, was sie stattdessen erwartet hätte und was andere Kinder für ihre Mütter tun.
Egal wie sehr du dich anstrengst, du kannst nicht gewinnen und genau daraus entstehen sie dann: deine Schuldgefühle.
Außendarstellung vs. Realität: Die Inszenierung der narzisstischen Mutter an Muttertag
Auch an Muttertag gilt, was das restliche Jahr praktiziert wird: Vor anderen – z.B. Arbeitskollegen, Nachbarn, Leuten aus dem Verein – wird deine narzisstische Mutter höchstwahrscheinlich in den höchsten Tönen von ihrem Muttertag und deinem Geschenk sprechen.
Und selbstverständlich finden auch alle Geschenke und Fotos vom Ausflug ihren Weg in ihren WhatsApp-Status, damit alle sehen, wie sehr ihre Kinder sie lieben.
Denn die oberste Maxime der narzisstischen Mutter ist die Wahrung des schönen Scheins und die Inszenierung als perfekte Familie.
Natürlich ist auch das genaue Gegenteil möglich: Dass sie darlegt, wie schlimm ihr Muttertag war, wie undankbar ihre Tochter ist und wie enttäuscht sie ist.
Das dient dann der Inszenierung der Opfer-Narzisstin. Mehr über die Unterscheidung von Täter- und Opfer-Narzisstinnen erfährst du in meinem Kurs Uncover Your Mother.
Warum du dir das jedes Jahr wieder antust
Vorausgesetzt, du bist nicht mehr finanziell von deiner narzisstischen Mutter abhängig (falls doch, an der Stelle der Gratis-Tipp: Deine höchste Priorität im Leben muss sein, diesen Zustand so schnell wie möglich zu beenden!), dann ist es in fast allen Fällen einer der beiden Gründe, warum du das weiterhin jedes Jahr mitmachst:
1. Angst vor Konsequenzen
Auch wenn du längst erwachsen bist, eine Urangst ist evolutionsbiologisch bedingt sehr stark in uns verankert: Die Angst davor, verstoßen zu werden und damit die Angst vor Einsamkeit.
Und vielleicht ist diese Angst in deinem Fall nicht mal so irrational, weil du schon erlebt hast, was passiert, wenn du nicht “spurst”: Deine Mutter hetzt die gesamte Verwandtschaft auf dich und es üben plötzlich alle Druck auf dich aus, wollen dich zur Vernunft bringen oder werfen dir Undankbarkeit vor.
2. Hoffnung, dass es diesmal besser läuft
Der zweite Grund ist oft weniger offensichtlich, aber dafür umso mächtiger: die Hoffnung.
Die Hoffnung darauf, dass es diesmal anders ist. Dass sie sich diesmal freut, sich bedankt oder einmal sieht, wie viel Mühe du dir gibst.
Wenn wir ehrlich sind, ist das eine der tiefsten Sehnsüchte überhaupt: Dass die eigene Mutter einen endlich sieht, einen wirklich wahrnimmt, anerkennt, liebt – und zwar nicht unter Bedingungen, sondern einfach so.
Diese Sehnsucht verschwindet nicht einfach, nur weil du erwachsen wirst. Sie bleibt und sucht sich immer wieder Gelegenheiten.
Und Muttertag ist als Tag, an dem es um die Mutter geht, eine davon. Ein Tag, an dem du denkst “Wenn es eine Chance gibt, dann heute!”.
Also überlegst du dir genau, was ihr gefallen könnte, gibst dir Mühe, vermeidest Fehler, und versuchst alles richtig zu machen, in der leisen Hoffnung, dass es sich diesmal auszahlt und du endlich die Liebe und Anerkennung bekommst, auf die du seit dem Kindergarten schon wartest.
Aber genau hier liegt das Problem:
Du versuchst, im Hier und Jetzt etwas zu bekommen, das dir damals gefehlt hat und von einer Person, die es dir damals schon nicht geben konnte.
Solange du also diese Hoffnung verfolgst, wirst du auch immer wieder in dieselbe Schleife geraten: Noch mehr geben, es noch härter versuchen und noch mehr hoffen, nur um am Ende wieder enttäuscht zu werden, weil das, worauf du hoffst, von dieser Person nie kam und nie kommen wird.
Wichtig zu verstehen: Wenn du in klaren Momenten eigentlich weißt, dass du den ganzen Quatsch nicht mehr mitmachen willst und es dann jedes Jahr irgendwie doch wieder tust, dann ist das nicht unbedingt fehlender Willensstärke geschuldet, sondern ein starker Hinweis auf eine sogenannte Regression.
Regression: Warum dein inneres Kind übernimmt
Regression ist sozusagen das emotionale Zurückfallen in ein jüngeres Alter. Du bist natürlich immer noch eine erwachsene Frau, aber emotional fühlst du dich plötzlich wieder wie ein Kind und triffst auch genau so irrationale Entscheidungen wie ein Kind. Aus der Arbeit mit meinen Klient:innen weiß ich übrigens, dass die meisten Frauen in ein Alter zwischen 4 und 7 regredieren, also plötzlich wieder ziemlich kleine Kinder “sind”.
Dieses kleine Kind übernimmt dann das Steuer und tut das so gut es eben kann.
Dieses innere Kind hat schon gelernt, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist, dass es sich anpassen muss, um nicht abgelehnt zu werden und dass es leisten muss, um gesehen zu werden.
Und weil es emotional, existenziell und finanziell von seiner Mutter abhängig ist (keine 4 Jährige kann alleine überleben, stimmt’s?), tut dieser Teil alles dafür, eben nicht verstoßen zu werden sondern Anerkennung, Zuwendung und vielleicht sogar ein kleines Lob zu bekommen.
Dass all das nie kam und auch nicht mehr kommen wird, weiß dein erwachsenes Ich ziemlich sicher schon, dein inneres Kind aber nicht. Solange also dieser kindliche Anteil in dir die Entscheidungen trifft, wirst du dich immer wieder in dieselbe Situation bringen.
Das ist auch der Grund dafür, warum du in Bezug auf Muttertag (und so viele andere Situationen rund um deine Eltern) nicht das gefühl hast, freie Entscheidungen zu treffen, sondern dass dir das das “einfach so mit dir passiert”.
Wenn du lernen willst, wie du sanft und nach und nach deinem inneren Kind gibst was es braucht und so wieder als Erwachsene das Steuer in deinem Leben übernehmen kannst, findest du eine Anleitung dafür in meinem Kurs Wounded To Nourished.
Wie du mit Muttertag umgehst, wenn du noch Kontakt hast
Wenn du den Kontakt zu deiner narzisstischen Mutter noch nicht abgebrochen hast und Muttertag vor der Tür steht, hast du im Wesentlichen zwei Optionen:
Option 1: Du spielst das Spiel wieder mit, fütterst die Bedürfnisse deiner Mutter und versuchst, ihr einen schönen Tag zu bereiten
Option 2: Du entscheidest dich dagegen, den Muttertag zu feiern und grenzt dich ab
Option 1: Du machst mit (und überlebst den Tag)
Wie bereits früher erwähnt: Wenn du noch finanziell abhängig bist, solltest du auf jeden Fall Option 1 wählen, denn man beißt nicht die Hand die einen füttert und du machst dir das Leben nur unnötig schwerer, wenn du jetzt anfängst dich abzugrenzen und nicht mehr “systemkonform” zu verhalten. Ist blöd, aber ist so. Deswegen ist es so wichtig, dass du schnellstmöglich deine finanzielle Abhängigkeit beendest.
Abseits von finanzieller Abhängigkeit kann es natürlich noch eine Reihe weiterer Gründe dafür geben, Option 1 wählen zu wollen oder müssen, z.B. emotionale Abhängigkeit (“Co-Abhängigkeit”) oder einfach nicht genug Kraft oder emotionale Ressourcen, dich auf diesen “Kampf” dieses Jahr einzulassen.
Das sind mitunter valide Gründe, wichtig ist aber:
WENN diese Gründe bei dir wirklich vorliegen, dann entscheide dich ganz bewusst für Option 1 und schieb die Entscheidung nicht so lange auf, bis es zu spät ist, die Panik reinkickt und du dich dann aus Panik oder Feigheit dafür entscheidest.
Hier ein paar Überlebenstipps, wenn du Option 1 wählen musst:
Überlebenstipps für Muttertag mit deiner narzisstischen Mutter
1. Geh nicht unvorbereitet in den Tag!
Egal ob du nur eine kurze WhatsApp schreibst oder das ganz große Ausflugs-Programm auspackst, mach dir im Vorfeld Gedanken darüber, was mögliche Verläufe, Kipppunkte und Schwierigkeiten sein werden und wie du mit diesen am schlausten umgehst. Geh auf keinen Fall davon aus, dass “diesmal schon alles gut laufen wird” – das wird es nicht und das weißt du auch.
2. Greyrocking, Greyrocking, Greyrocking
Nimm die Kritik und Entwertung, die an diesem Tag von deiner Mutter definitiv kommen wird, unkommentiert an. Wehre dich nicht, provoziere sie nicht, rechtfertige dich nicht, kritisiere sie nicht zurück. “Bei einem Ohr rein, beim anderen wieder raus” muss dein Mantra für diese Zeit sein.
3. Lass deine Emotionen zuhause
Lass dir nicht anmerken, wenn dich ihre Kritik verletzt oder du traurig bist, weil ihr dein Geschenk nicht gefällt. Schieb die Scham beiseite, die sie durch ihren theatralischen Auftritt im Restaurant bei dir hervorruft.
So hart es klingt: Gefühle fühlen musst du später, wenn du allein bist, du machst dich sonst angreifbar und es eskaliert.
4. Keine persönlichen Gespräche
Erzähl nichts, was dich bewegt. Bleib bei oberflächlichen Themen. Lass dich nicht auf Gespräche ein, die potenziell die Stimmung hochkochen lassen, z.B. Politik. Wenn Fragen zu deinem Leben gestellt werden, gib nur oberflächliche oder unkonkrete Antworten. Sei der langweiligste Gesprächspartner ever. Gib nichts persönliches preis, du weißt genau: Es wird gegen dich verwendet werden. Sei der langweiligste Gesprächspartner ever – das hilft dir auch dabei, die Muttertags-Begegnung zu verkürzen, denn wenn deine Mutter keinen Angriffspunkt findet oder die Zeit mit dir langweilig ist, wird sie z.B. früher nach hause wollen oder das Telefonat schneller beenden.
5. Die Hoffnung ist nicht eingeladen!
Wie oben schon beschrieben, gehen viele Töchter narzisstischer Mütter mit der Hoffnung in den Muttertag, dass es diesmal ganz sicher besser laufen wird. Weil sie sich doch so viel Mühe gegeben haben, weil sie aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt haben, usw. Das ist ein Trugschluss. Deine narzisstische Mutter hat kein Interesse daran, einen schönen Tag mit dir zu verbringen, sondern Drama zu machen. Das ist, was ihr narzisstische Zufuhr gibt, das ist ihr Bedürfnis. Deswegen: Die Hoffnung, dass es besser läuft, lässt du zuhause. Stattdessen gehst du mit der Erwartung rein, dass es genau so schlimm wird wie die Jahre davor auch.
6. Abort mission ist IMMER eine Option
Selbst wenn du Muttertag nur “feierst”, weil du dich so fühlst, als hättest du keine andere Wahl gehabt: Wenn es zu schlimm wird, ist es immer eine Option, deine Pläne zu ändern oder abzubrechen.
Die emotionalen Kosten, Muttertag mit ihr zu "feiern"
Auch wenn Option 1 kurzfristig ruhiger und einfacher wirkt, hat sie mittel- und langfristig einen hohen Preis (deswegen solltest du sie auch nur wählen, wenn bei dir wirklich ein triftiger Grund vorliegt!).
Den Preis bezahlst du meistens schon direkt am gleichen oder am nächsten Tag und noch Wochen bis Monate später:
Schuldgefühle dir selbst gegenüber, weil du genau weißt, dass du wieder gegen dich gehandelt hast.
Wut auf dich selbst, weil du es schon wieder mit dir hast machen lassen.
Und vor allem: Du verstärkst deine Inauthentizität. Du trainierst dich jedes Jahr aufs Neue darauf, dich selbst zu übergehen, deine Bedürfnisse zu ignorieren, deine Grenzen überschreiten zu lassen, dich anzupassen und etwas darzustellen, was du nicht fühlst.
Und genau das hält das narzisstische Familiensystem aufrecht (macht dich also – so hart es auch klingt – sogar zum Enabler und damit zur Mittäterin!), dich weiter darin gefangen und blockiert deine Weiterentwicklung oder Heilung.
Option 2: Du steigst aus und “feierst” Muttertag nicht
Die zweite Option ist die radikalere, die kurzfristig sehr viel schwieriger ist und mehr Ressourcen kostet, dich aber langfristig endlich aus der toxischen Familie befreit:
Du machst das Theater nicht mehr mit. Du schreibst keine Nachricht oder Karte, besorgst kein Geschenk und organisierst auch keinen Ausflug. Du tust nichts mehr, nur weil „man das halt so macht“.
Vielleicht merkst du nur beim Lesen dieser Option schon, wie dir unwohl wird und sich dein Hals zuschnürt. Das ist völlig normal, denn dieser Schritt ist auf jeden Fall ein Bruch der Regeln, nach denen du bisher dein ganzes Leben lang gespielt hast.
Und dieser Regelbruch wird natürlich nicht unbemerkt bleiben, sondern vielleicht sogar sanktioniert werden. Von deiner Mutter oder deiner ganzen Familie. Es kann sein, dass dich Vorwürfe, Schuldzuweisungen oder auch typische Sprüche wie “Es ist doch deine Mutter” erreichen.
Wenn du dich für diese Option entscheidest, dann mach dir eines klar:
Du tust das nicht, um deiner Mutter „eins auszuwischen“, sondern weil du aufhörst, dich selbst zu verraten.
Du hörst auf, Gefühle zu heucheln, die du nicht hast und Erwartungen zu erfüllen, die dich über deine Grenzen bringen.
Ich kann dir fast versprechen: Entscheidest du dich für diese Option, wird sich das am Anfang erst mal nicht gut anfühlen, weil du gegen alte Muster arbeitest und dein Nervensystem Alarm schlägt und dein inneres Kind Angst davor hat, was jetzt passieren wird.
Wenn es dir also so geht, dann sei dir bewusst, dass das völlig normal ist und kein Zeichen dafür, dass du die falsche Entscheidung getroffen hast – im Gegenteil.
Diese Entscheidung kann der erste Befreiungsschlag werden, den du im Bezug auf deine toxische Familie tätigst. Der beste Tag, den Weg der Ablösung und schließlich vielleicht sogar des Kontaktabbruches zu deiner Mutter zu beginnen, ist immer gestern. Der zweitbeste ist heute – selbst wenn heute Muttertag ist.
Was dadurch entsteht
Wenn du aussteigst, passieren Dinge, die anfangs sehr ungewohnt sind.
Du wirst authentischer:
Du handelst endlich im Einklang mit dem, was du wirklich fühlst und nicht mehr mit dem, was von anderen von dir erwartet wird.
Du entwickelst Selbstachtung, weil du dich nicht mehr selbst übergehst, nur um Konflikte zu vermeiden, das System aufrecht zu erhalten und deine Mutter um jeden Preis nicht zu verärgern.
Du bekommst Klarheit darüber, wer du bist, was du willst und wie die Beziehung zu deiner Mutter und dem Rest der Familie in Zukunft aussehen soll.
Und du erlebst zum ersten mal einen Muttertag, an dem es nicht darum geht, jemand anderen zufriedenzustellen, sondern darum, dich selbst nicht weiter zu verlieren und zu verleugnen.
Mach den Muttertag dieses Jahr erträglicher
Du weißt jetzt schon, dass der Tag dich triggern wird?
„Surviving Mother’s Day“ gibt dir genau das, was du brauchst, damit es dieses Jahr nicht wieder aus dem Ruder läuft.
15 gezielte Fragen + eine Audio für akute Momente, die dich genau dann auffängt, wenn Schuldgefühle, Erwartungsdruck oder alte Gefühle hochkommen.
✔ Bleib bei dir, statt einzuknicken
✔ Triff klare Entscheidungen (Kontakt, Geschenk, Rückzug)
✔ Halte dich selbst, wenn es emotional wird
Wie du mit Muttertag umgehst, wenn du den Kontakt schon abgebrochen hast
Wenn du den Kontakt zu deiner narzisstischen Mutter bereits abgebrochen hast, dann mach dir eines bewusst: Du hast das Schwierigste schon hinter dir.
Es gibt einen guten Grund, warum du diesen Schritt gegangen bist, und dieser Grund ist nicht plötzlich verschwunden, nur weil jetzt Muttertag ist. Du kannst stolz auf dich sein, dass du das bis hierhin geschafft hast, dass du den Entzug und alles, was dazu gehört, ausgehalten hast und standhaft geblieben bist, denn genau das ist No Contact: ein Entzug vom toxischen Familiensystem und dessen Dynamiken.
Und mit diesem Schritt hast du deinem Nervensystem, deiner Psyche und deinem Körper überhaupt erst die Chance gegeben, zur Ruhe zu kommen und Heilung zuzulassen.
Gerade deshalb ist Muttertag für viele nochmal besonders schwierig. Die Werbung, die Bilder, die gesellschaftliche Erwartung – all das sorgt dafür, dass plötzlich wieder Zweifel aufkommen und sich der Gedanke einschleicht “Sollte ich ihr nicht doch wenigstens eine kleine Karte schreiben?”
Die klare Antwort ist NEIN. Auch „nur eine kleine Karte“ ist Kontakt. Und dieser Kontakt wäre ein klares Signal an deine Mutter, dass du noch oder wieder erreichbar bist für ihre Manipulationen und Kontaktversuche. Damit riskierst du, genau die Tür wieder zu öffnen, wofür du so hart gearbeitet hast, sie endlich zu schließen. (Das ist übrigens auch der größte Fehler, den ich beobachte bei Menschen, deren Mutter ihren Kontaktabbruch nicht akzeptiert.)
Das bedeutet nicht, dass da keine Gefühle sind. Im Gegenteil: Schuldgefühle, Trauer, Zweifel oder – insbesondere bei einer älteren narzisstischen Mutter – auch der Gedanke „Was, wenn das ihr letzter Muttertag ist?“ sind völlig normal. Aber Gefühle sind kein Handlungsauftrag. Nur weil sie da sind, heißt das nicht, dass du ihnen folgen musst.
Du hast die Entscheidung zum Kontaktabbruch nicht leichtfertig getroffen und du musst sie auch nicht jedes Jahr an Muttertag neu verhandeln. Du darfst bei dir bleiben und dir bewusst machen, was du dir mit dem Kontaktabbruch überhaupt erst ermöglicht hast: Ruhe, Abstand und die Chance auf echte Heilung.
Es gibt keinen guten Grund, dir dieses Geschenk jetzt selbst wieder zu nehmen.
Tipps, um Muttertag emotional zu überstehen
Egal, für welche Option du dich entschieden hast – ob du mitmachst, dich abgrenzt oder schon längst keinen Kontakt mehr hast: Muttertag kann emotional einiges auslösen.
Du bewegst dich an diesem Tag durch ein Minenfeld aus Erwartungen, alten Mustern und sehr alten Gefühlen. Deswegen geht es an diesem Tag oft einfach darum, halbwegs stabil durchzukommen, ohne dich in Triggern zu verlieren.
Hier sind ein paar Dinge, die dir dabei helfen können:
1. Mach dir einen Plan für den Tag
Das klingt banal, ist aber extrem wirkungsvoll. Überleg dir im Vorfeld, wie dein Tag aussehen soll. Nicht einfach „mal schauen“, sondern klar entscheiden: Was mache ich? Mit wem verbringe ich Zeit? Was mache ich, wenn es schwierig wird?
Je weniger Raum du diesem diffusen „Ich guck mal, was passiert“-Modus gibst, desto weniger wirst du von deinen Emotionen überrollt.
Übrigens: Auch Ablenkung ist völlig ok und eine valide Strategie für den Tag.
2. Reduziere Trigger, wo es geht
Muttertag ist überall. Werbung, Social Media, WhatsApp-Status.
Du musst dir das nicht alles reinziehen.
Wenn du merkst, dass dich bestimmte Dinge triggern, dann zieh bewusst Grenzen: weniger Social Media, Statusmeldungen muten, vielleicht auch einfach mal einen Tag offline sein.
3. Nimm deine Gefühle ernst, aber folg ihnen nicht blind
Es kann gut sein, dass an oder um den Muttertag Schuldgefühle, Trauer, Wut oder Ekel hochkommen. Das ist völlig normal und kein Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.
Nur weil diese Gefühle da sind, heißt das nicht, dass du danach handeln musst. Sie dürfen auch einfach da sein, ohne dass sie deine Entscheidungen bestimmen.
4. Hol dir bewusst etwas zurück
Muttertag ist normalerweise ein Tag, an dem sich alles um deine narzisstische Mutter dreht.
Es steht dir aber frei, ihn zu einem Tag zu machen, an dem es zumindest ein Stück weit um jemand anderen geht, der dir wichtig ist, z.B. um dich selbst oder um eine alternative Mutterfigur wie deine Tante, deine Oma oder eine andere dir wichtige Person.
Feiere einfach die Person, die du feiern möchtest.
5. Denk einen Schritt weiter
Wenn du schlau bist, siehst du Muttertag nicht nur als diesen einen Tag, sondern auch als Spiegel für eine viel grundsätzlichere Herausforderung: Wie soll diese Beziehung eigentlich weitergehen?
Wenn du merkst, wie viel Stress, Druck oder Schmerz dieser Tag in dir auslöst, dann ist das keine Reaktion auf ein bestimmtes Datum im Kalender, sondern ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass etwas in der Beziehung zu deiner Mutter oder deiner ganzen Herkunftsfamilie nicht stimmt. Und genau da solltest du hinschauen.
Nicht unbedingt heute, wenn du heute sehr getriggert bist, aber zumindest in den nächsten Tagen.
Wie du langfristig mit der Beziehung zu deiner Mutter umgehen kannst
Muttertag ist nicht das eigentliche Problem, sondern einer der Momente, in denen sichtbar wird, was auch das restliche Jahr über schwelt: Druck, Schuldgefühle, Inauthentizität und Abwertung.
Genau deshalb solltest du die Energie, die in Verbindung mit diesem Tag freigesetzt wird – z.B. durch deine Wut oder Ängste, beides ist nichts anderes als Energie – dafür nutzen, den Blick auf das zu richten, was dich auch in Zukunft weiterbringen wird:
Wie soll die Beziehung zu deiner Mutter in Zukunft aussehen?
Zukunftsplanung statt Durchhalten
Die meisten Töchter narzisstischer Mütter hangeln sich von Situation zu Situation. Von Weihnachten zu Ostern. Von Ostern zum Muttertag. Von Muttertag zu Pfingsten. Von Pfingsten zu den Geburtstagen. Und repeat.
Was sie dabei nicht machen: Mal bewusst darüber nachdenken, wo das eigentlich langfristig hinführen soll oder gar eine Entscheidung darüber treffen, wie sie es in Zukunft handhaben.
Solange du aber keine klare Richtung hast, wirst du immer wieder in dieselben Dynamiken gezogen, weil du im Zweifel wieder so reagierst wie immer.
Deswegen ist die entscheidende Frage nicht „Wie überstehe ich dieses Jahr den Muttertag?“ sondern „Wie will ich grundsätzlich mit dieser Beziehung umgehen?“.
Beziehung klären statt hoffen
Solange die Beziehung zu deiner Mutter ungeklärt ist, bleibt immer diese Hintertür offen:
- Vielleicht wird es ja doch noch besser.
- Vielleicht ändert sie sich irgendwann doch noch.
- Vielleicht wird sie mit dem Alter milde und liebevoll.
Diese „Vielleicht“-Gedanken sorgen dafür, dass du emotional gebunden bleibst, selbst dann, wenn du rational längst weißt, dass sich nichts ändern wird.
Eine Entscheidung über die Zukunft der Beziehung zu deiner Mutter zu treffen bedeutet nicht, dass sofort alles besser ist, aber es ermöglicht es dir zumindest, aus dieser ewigen Zeitschleife auszusteigen.
Kontaktabbruch ist eine legitime Option (auch wenn sie Angst macht)
Und ja, dazu gehört auch, eine unbequeme Wahrheit auszusprechen: Kontaktabbruch ist eine legitime Option und der einzige Ausweg aus Beziehungen, die dir langfristig mehr schaden als gut tun – auch wenn du es dir jetzt gerade vielleicht noch nicht vorstellen kannst.
Wenn eine Beziehung dich immer wieder destabilisiert, dich in alte Muster zurückzieht und dich davon abhält, wirklich bei dir selbst anzukommen, dann darfst (und musst) du sie hinterfragen.
Dafür braucht es eine ehrliche, nüchterne Einschätzung: Was ist hier noch realistisch möglich und was entspringt nur meiner Hoffnung?
Genau dabei kann dir mein Entscheidungskompass helfen. Er führt dich Schritt für Schritt durch genau diese Fragen und hilft dir, für dich selbst eine klare Entscheidung zu treffen. Ohne die Dinge zu dramatisieren, aber auch ohne sie schönzureden. Aber vor allem ohne vorschnelle Kurzschlusshandlungen sondern mit Strategie, Herz und Hirn.
Und wenn du bereits weißt, dass ein Kontaktabbruch für dich der richtige Weg ist oder du dich darauf vorbereiten willst, dann ist mein Programm Breaking The Chains der nächste logische Schritt. Dort geht es nicht nur um die Entscheidung selbst, sondern darum, sie auch wirklich umzusetzen und emotional durchzuhalten.
Muttertag kommt jedes Jahr wieder, so viel ist sicher. Die Frage ist nur, ob du nächstes Jahr wieder am gleichen Punkt stehst und Bauchschmerzen bekommst, wenn du die erste Muttertagswerbung siehst. Das hast du ab jetzt selbst in der Hand – sogar dann, wenn du es noch nicht fühlen kannst.



