Hat Brooklyn Beckham wirklich den Kontakt zu seiner ganzen Familie abgebrochen? Und steckt dahinter mehr als nur ein Streit mit den Eltern?
Im Januar 2026 hat Brooklyn erstmals öffentlich über den angeblichen Bruch mit seiner Familie gesprochen – in einem Statement, das sich liest wie das Lehrbuch einer narzisstischen Familiendynamik.
Ich hab das komplette Statement gelesen und in diesem Blogpost zeige ich dir, welche Sätze daraus besonders tief blicken lassen. Und warum sich so viele Betroffene von narzisstischem Missbrauch in Brooklyns Worten wiederfinden.
Brooklyn Beckhams Streit mit der Familie: Was ist passiert?
Im Juni 2025 machten erste Schlagzeilen die Runde:
Brooklyn Beckham, der älteste Sohn von David und Victoria Beckham, soll den Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern abgebrochen haben und auch zu den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag seines Vaters sei er nicht erschienen. Monatelang blieb es still – bis jetzt. Denn jetzt, im Januar 2026, bricht Brooklyn sein Schweigen und veröffentlicht ein ausführliches Statement in seiner Instagram-Story.
Ich habe das komplette Statement gelesen und was er beschreibt, ist nichts weniger als ein Paradebeispiel für das, was Menschen in narzisstisch geprägten Familiensystemen tagtäglich erleben. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich nicht das volle Statement hier wiedergeben, dennoch möchte ich einige Sätze daraus hier wiedergeben und für dich einordnen. Und wie immer gilt: Das absolut Beste kommt zum Schluss!
Brooklyn Beckhams Statement: Was steht drin?
Das lange Schweigen: Der Anfang vieler Geschichten
„I have been silent for years and made every effort to keep these matters private.“ ("Ich habe jahrelang geschwiegen und mich bemüht, diese Angelegenheiten privat zu halten.")
Mit diesem Satz beginnt er sein Statement und das ist treffend, so beginnt nämlich die Geschichte jedes Kindes narzisstischer Eltern: Jahrzehntelang den Mund halten, alles runterspielen, bloß nicht das heile Bild gefährden. Das ist kein Promi-Phänomen, sondern Alltag für viele. Nur dass bei den Beckhams das Bühnenlicht ein bisschen heller leuchtet.
Eigenständigkeit? Nur solange sie ins System passt!
„I'm not being controlled, I'm standing up for myself for the first time in my life.“ ("Ich werde nicht manipuliert, ich setze mich zum ersten Mal in meinem Leben für mich selbst ein.")
“The narrative that my wife controls me is completely backwards. I have been controlled by my parents for most of my life.” ("Die Behauptung, meine Frau würde mich manipulieren, ist völlig falsch. Ich wurde fast mein ganzes Leben lang von meinen Eltern manipuliert.")
Dass diese klare Einordnung nötig ist, ist keine Überraschung. Denn wer sich aus narzisstischen Strukturen löst, ist meist sofort mit dem Vorwurf konfrontiert, dass das nur daran läge, weil er oder von seinem oder ihrem neuen Partner dazu “manipuliert” werde. Die Rolle der Partnerin oder des Partners als „Manipulierer:in“ ist dabei ein beliebter Spin narzisstischer Eltern. Nicht sie selbst könnten das Problem und die Manipulierenden sein – diese Variante würden sie nie auch nur in Erwägung ziehen – sondern: es sind immer die anderen!
Wahrung des “Schönen Scheins”: Die Illusion einer perfekten Familie
„For my entire life, my parents have controlled narratives in the press about our family. The performative social media posts, family events and inauthentic relationships have been a fixture of the life I was born into. Recently, I have seen with my own eyes the lengths that they'll go (...) to preserve their own facade.“ ("Mein ganzes Leben lang haben meine Eltern die Berichterstattung über unsere Familie in der Presse orchestriert. Die inszenierten Social-Media-Beiträge, Familienevents und unauthentischen Beziehungen waren ein fester Bestandteil des Lebens, in das ich hineingeboren wurde. In letzter Zeit habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie weit sie gehen (...) um ihre Fassade aufrechtzuerhalten.")
Was Brooklyn beschreibt, ist das oberste Gesetz narzisstischer Systeme: Die Fassade muss halten, oder wie ich es stets betone: Die Wahrung des “Schönen Scheins” ist das wichtigste Gut der narzisstischen Familie.
Klar, die Beckhams sind ein Sonderfall, weil sie weltberühmte Celebrities sind, aber eigentlich ist es überhaupt nicht anders wie bei Familie Müller-Meier-Schmitz aus Pusemuckel:
Alle sollen denken, man sei die perfekte Familie. Die Beckhams nutzen dafür natürlich das große Öffentlichkeitsbesteck wie die Medien und Social Media, bei Müller-Meier-Schmitz reicht dafür schon das Dorfgetratsche, der Elternabend oder der Flurfunk auf der Arbeit, den man so lenkt, dass man sehr gut dasteht.
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Wenn du dich abgrenzt, wirst du bestraft
„Since the moment I started standing up for myself with my family, I've received endless attacks from my parents“ ("Seit ich vor meiner Familie angefangen habe, für mich einzustehen, werde ich von meinen Eltern ständig angegriffen.")
Ein wiederkehrendes Muster: Sobald ein Kind anfängt, sich selbst ernst zu nehmen, sich abzugrenzen oder gar zu distanzieren, wird es zur Zielscheibe des ganzen Systems. Kein ehrlicher Dialog, keine Reflexion, nur Angriff.
Das ist auch der Grund, warum ich predige, dass klärende Gespräche, ausführliche Briefe oder auch deiner Mutter Grenzen zu setzen absolut nichts bringen – im Gegenteil! Egal wie vorsichtig und behutsam du dabei vorgehst, alles davon wird als Angriff gesehen, der unweigerlich zum Gegenangriff auf dich führt. Diese Methoden bringen dich also nur noch weiter in die narzisstische Hölle, obwohl du das Gegenteil bewirken wolltest: Frieden.
Triangulation: Machtkampf unter Geschwistern
„Even my brothers were sent to attack me on social media…“ ("Sogar meine Brüder wurden losgeschickt, um mich auf Social Media anzugreifen...")
Das Auseinanderbringen von Geschwistern, das gezielte Aufhetzen von ihnen gegeneinander und das Schaffen von Lagerdenken – das nennt man Triangulation, eine typische Dynamik im narzisstischen Familiensystem.
Liebe nur durch Leistung
„My family values public promotion and endorsements above all else. Brand Beckham comes first. Family "love" is decided by how much you post on social media, or how quickly you drop everything to show up and pose for a family photo“ ("Meine Familie legt vor allem Wert auf die öffentliche Darstellung. Die Marke Beckham steht an erster Stelle. Die „Liebe“ innerhalb der Familie wird dadurch bestimmt, wie viel man in den sozialen Medien postet oder wie schnell man alles stehen und liegen lässt, um für ein Familienfoto zu posieren")
Hier sehen wir einerseits nochmal das Thema mit dem schönen Schein bestätigt, andererseits aber auch eine weitere Dynamik: Liebe gibt es nur durch Leistung. Bei den Backhams ist Leistung eben die Mitwirkung bei der Vermarktung ihrer Marke, bei Müller-Meier-Schmitz kann es z.B. deine akademische Laufbahn, das Auto das du fährst, der Job den du hast, oder irgendwas anderes sein, das man sehr gut vorzeigen kann, um damit anzugeben. Liebe und Zuneigung wird zur Währung, nicht zur immerwährenden Konstante.
Der große Aufreger: Der Hochzeitstanz von Victoria Beckham
Wer in den Tagen nach Brooklyns Statement auch nur irgendeine Social-Media-App kömmt nicht an ihnen vorbei – den Memes über Victoria auf der Hochzeit von Sohn Brooklyn und seiner Frau Nicola Peltz. Hier eine kleine Auswahl:
Über die Hochzeit, die übrigens schon im April 2022 war, werden im Statement jetzt sehr brisante Details bekannt, die zu all den Memes geführt haben.
“My parents have been trying endlessly to ruin my relationship since before my wedding, and it hasn't stopped.” ("Meine Eltern haben schon vor meiner Hochzeit unermüdlich versucht, meine Beziehung zu ruinieren, und das hat bis heute nicht aufgehört.")
„My mum hijacked my first dance with my wife, (...). She danced very inappropriately on me in front of everyone.“ ("Meine Mutter hat meinen ersten Tanz mit meiner Frau gekapert (...). Sie hat vor allen Leuten sehr unangemessen mit mir getanzt.")
Laut Brooklyn soll Victoria schon im Vorfeld der Hochzeit versucht haben, diese zu torpedieren, z.B. indem sie immer wieder Frauen aus Brooklyns Vergangenheit auf ihn und seine Partnerin angesetzt, in letzter Minute das Brautkleid, das Victoria für Nicola anfertigen wollte, gecancelt und Brooklyn schließlich am Abend vor der Hochzeit gesagt hat, dass Nicola nicht wirklich zur Familie gehört. Das Ganze gipfelte laut Statement darin, dass Victoria den Hochzeitstanz kaperte. Während geplant war, dass Brooklyn an dieser Stelle des Abends einen romantischen Hochzeitstanz mit seiner Frau aufs Parkett legt, soll Victoria sich vorgedrängelt und unangemessen mit ihrem Sohn getanzt haben.
Dieses Szenen machen mitunter sprachlos, aber sie sind sehr typisch. Viele Söhne narzisstischer Mütter erleben genau das: Sie werden emotional und leider viel zu oft auch körperlich und sexuell als Partnerersatz gesehen. Man nennt das auch “emotionalen Inzest”, denn narzisstische Mütter sehen in jedem Mann – ja, auch ihren (minderjährigen) Söhnen – einen potenziellen Partner, den es zu erobern und beeindrucken gilt. Aus diesen zwischenmenschlichen Interaktionen ziehen narzisstische Frauen nämlich einen großen Teil ihres Selbstwerts und generieren damit narzisstische Zufuhr.
In dieser Dynamik liegt außerdem der Grund dafür, warum narzisstische Mütter so oft mit ihren Schwiegertöchtern aneinandergeraten: Weil die ihnen in ihren Augen den Sohn „wegnehmen“, was sich für sie anfühlt, als würde ihnen der eigene Ehemann ausgespannt werden.
Das Happy End: Die Erleichterung durch Brooklyns Kontaktabbruch
Eingangs hab ich versprochen, dass das Beste zum Schluss kommt und dazu komme ich jetzt. Und zwar zum schönsten Teil des ganzen Statements, der mich sehr für Brooklyn und seine Frau Nicola freut:
„I grew up with overwhelming anxiety. For the first time in my life, since stepping away from my family, that anxiety has disappeared. I wake up every morning grateful for the life I chose, and have found peace and relief.“ ("Ich bin mit überwältigender Angst aufgewachsen. Seit ich den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen habe, ist diese Angst zum ersten Mal in meinem Leben verschwunden. Ich wache jeden Morgen auf und bin dankbar für das Leben, das ich gewählt habe und habe Frieden und Erleichterung gefunden.")
Damit liefert er uns einen weiteren – sehr berühmten – Beweis dafür: Ein Kontaktabbruch ist nie eine schnelle Entscheidung und erst recht keine einfache, aber wenn du aus einem narzisstischen Familiensystem kommst, ist es der einzige Weg, um raus aus Angst und Trauma und rein in ein freies, gesundes und glückliches Leben zu kommen.
Was du aus Brooklyns Geschichte mitnehmen kannst
Ob Brooklyn Beckham nun aus einem narzisstischen Familiensystem stammt oder sogar eine narzisstische Mutter hat, werden wir nie offiziell erfahren und das ist auch gar nicht der Punkt.
Aber wie das in meinem Job immer ist: wir können uns die “Wunden” des „Opfers“ anschauen und an diesen durchaus Herleitungen anstellen, mit welchen “Waffen” diese Wunden zugefügt wurden. Und zumindest für mich sind da einige Waffen dabei gewesen, die ich so schon oft aus den Verwundeten auf meinem metaphorischen Seziertisch gezogen hab.
Wenn du dich also nach Brooklyns Statement mit ihm verbunden fühlst, dann eher nicht, weil er auf Instagram immer echt geilen Food-Content postet (okay, vielleicht auch DESWEGEN…🤤), sondern weil du vielleicht selbst ähnliche Erfahrungen gemacht hast.
Brooklyn Beckhams Statement ist mehr als ein bisschen Promi-Drama und Futter für die Titelseite der BILD. Es ist ein mutiger Schritt raus aus einem krankmachenden System. Und eine Einladung an alle, die gerade auch überlegen, ob es Zeit ist, sich von ihrer toxischen Familie zu lösen.
Übrigens: Solche prominenten Vorreiter können Menschen echt mit ihrem eigenen Leben helfen. Mir z.B. hat damals extrem geholfen, dass Prince Harry in “The Me You Can’t See”, einer Doku über mentale Gesundheit, in der mehrere Promis ihre Geschichten erzählen, offen über seine Panikattacken gesprochen hat. Damals haben diese mein ganzes Leben bestimmt und trotzdem hab ich sie vor allen geheim gehalten, weil ich mich geschämt habe. Nach der Doku hab ich aber gedacht “Wer bist du eigentlich, dass du denkst, DU müsstest dich für Panikattacken schämen? Wenn selbst der Prinz von England offen damit umgeht, dann kannst du das wohl auch!”. Gesagt – getan. Nicht einmal habe ich eine negative Reaktion darauf bekommen und heute, 5 Jahre später, habe ich seit mehreren Jahren keine einzige Panikattacke mehr gehabt. And you can do that, too! 🥰
Warum du Unterstützung brauchst, wenn es dir wie Brooklyn geht
Wenn du auch vor dem Schritt stehst, den Kontakt zu deiner Familie abbrechen zu wollen, mach’s wie Brooklyn und lass dir helfen.
Niemand bringt dir bei, wie man sich sicher und ohne Boomerang-Effekt von seiner narzisstischen Familie löst – außer ich. ✌🏻 Das ist nämlich literally seit über 3 Jahren mein Job und daran, DASS das ein Job ist, erkennst du schon, dass das nicht so einfach ist, wie man erst mal denkt.
Kontakt abbrechen kann zwar jeder, wirklich frei werden dabei nur die wenigsten. Weil sie eine Sache unterschätzen: die innere Ablösung. Schuldgefühle, Zweifel, Gegenangriffe und der verlockende Weg zurück ins alte System sind die eigentlichen Stolpersteine. An ihnen entscheidet sich, ob dein Kontaktabbruch dich heilt oder nur ein neues Trauma wird, das dich mehr zurückwirft als nach vorne bringt.
Deswegen lass es uns in Breaking The Chains direkt gemeinsam und richtig machen, spart dir viele Nerven und Zeit, versprochen! 🤞🏻 Hier findest du alle Infos dazu.
Hi, ich bin Karina – somatische Traumatherapeutin und die Gründerin von Mutterwunde. Hier schreibe ich über alle Themen, die mich und meine Klient:innen beschäftigen.
Du bist wahrscheinlich hier, weil du selbst eine Mutterwunde hast, stimmt’s? Wenn du dir Begleitung bei der Aufarbeitung wünschst, bin ich gerne für dich da.
Lass uns gemeinsam herausfinden, wie ich dir gerade am besten helfen kann! ⤵️



